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Technologie

Microsofts Emissionen stiegen um 25%, Experten erwarten weitere Anstiege

Microsoft verzeichnete 2025 einen Anstieg der Gesamtemissionen um 25%, hauptsächlich bedingt durch den Ausbau von KI-Rechenzentren und eine Pause bei der Nutzung von Zertifikaten für erneuerbare Energien. Analysten erwarten weiter steigende Emissionen.

14. Juli 2026
Microsofts Emissionen stiegen um 25%, Experten erwarten weitere Anstiege

Microsofts Gesamtemissionen stiegen im Jahr 2025 um 25 Prozent, wie aus dem jüngsten Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens hervorgeht. Dies spiegelt einen breiteren Trend im Technologiesektor wider, bei dem die Expansion von KI-Rechenzentren zu einer Zunahme der Umweltbelastung führt.

Laut Bericht wurde der Anstieg primär durch das Wachstum der KI-Rechenzentrumsinfrastruktur und die Entscheidung, die Nutzung bestimmter Zertifikate für erneuerbare Energien auszusetzen, verursacht. Externe Analysten prognostizieren jedoch, dass Microsofts Emissionen weiterhin stark ansteigen werden, da sich das Unternehmen auf fossile Brennstoffe zur Energieversorgung dieser Infrastruktur stützt.

Obwohl Microsoft sein Ziel bekräftigte, bis 2030 CO2-negativ zu sein, erwähnt der Nachhaltigkeitsbericht drei geplante Gaskraftwerksprojekte nicht. Diese Projekte, analysiert von Stand.earth, werden voraussichtlich Microsofts Emissionen mehr als verdoppeln und jährlich über 15 Millionen Tonnen Kohlendioxid freisetzen.

Kritiker bemängeln, dass Microsofts Strategie widersprüchlich sei und verweisen auf einen 20-jährigen Vertrag über fossile Brennstoffe mit Chevron, der die erklärten Ziele untergrabe. Der Stromverbrauch des Unternehmens ist seit 2020 um fast 250 Prozent gestiegen und erreicht ein Niveau, das mit dem Gesamtstromverbrauch Dänemarks vergleichbar ist. Microsoft räumt ein, dass der Energiebedarf von KI-Infrastrukturen seine Klimaziele herausfordert, betont aber auch das Potenzial von KI zur Förderung von Nachhaltigkeitsbemühungen.

Originalquelle: fastcompany.com