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Technologie

Microsofts Nadella plädiert für "Sovereign AI"

Microsoft-CEO Satya Nadella schlägt ein neues Modell für Unternehmen vor, bei dem diese ihre eigenen Daten und ihre KI-Infrastruktur besitzen und kontrollieren.

16. Juli 2026
Microsofts Nadella plädiert für "Sovereign AI"

Microsoft-CEO Satya Nadella hat argumentiert, dass Unternehmen eine ausgewogenere und weniger abhängige Beziehung zu Anbietern fortschrittlicher KI-Modelle benötigen. Nadella schlägt ein Modell der „souveränen KI“ vor, bei dem Organisationen ihre eigenen Daten, Modelle und ihre KI-Infrastruktur besitzen und kontrollieren.

Laut Nadella müssen Unternehmen derzeit erhebliche Mengen an proprietärem Wissen und institutionellem Lernen mit Modellen von Drittanbietern teilen, um von ihnen zu profitieren. Er beschreibt dies als „zweimal für Intelligenz bezahlen: einmal mit Geld und einmal mit etwas noch Wertvollerem: dem proprietären Wissen, das Sie offenlegen müssen, um diese Intelligenz nutzbar zu machen“. Er fügte hinzu: „Je besser das Modell funktionieren soll, desto mehr Wissen müssen Sie ihm zuführen!“.

Nadellas Vorschlag sieht vor, dass die Daten, generierten Ergebnisse, Auswertungen, angepassten Modellgewichte und das „Gedächtnis“ der Unternehmen innerhalb der Organisation angesammelt und verbessert werden. Ziel ist es sicherzustellen, dass das einzigartige Wissen und die Lernerfolge des Unternehmens in seinem eigenen Besitz bleiben und nicht Wettbewerbern zugutekommen, die die gleichen Informationen über Modelle von Drittanbietern nutzen könnten.

Dieses „souveräne KI“-Modell scheint im Widerspruch zu Geschäftsmodellen wie dem von OpenAI zu stehen, die den Zugang zu ihren Modellen als verwalteten Dienst anbieten. Dies ist besonders bemerkenswert angesichts von Microsofts erheblichen Investitionen in OpenAI. Nadella schlägt vor, dass Unternehmen zunehmend das Recht verlangen werden, die Ausgaben von Modellen Dritter zum Training ihrer eigenen privaten Modelle durch einen Prozess namens „Destillation“ zu nutzen, eine Praxis, die derzeit von vielen Anbietern verboten wird.

Originalquelle: fastcompany.com