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Gesundheit

Migräne verursacht Milliardenverluste und Produktivitätsausfälle in Deutschland

Migräne führt in Deutschland jährlich zum Verlust von 1,22 Milliarden Arbeitsstunden und einem wirtschaftlichen Schaden von potenziell 100 Milliarden Euro. Eine Studie verdeutlicht die weitreichenden Auswirkungen der Erkrankung.

24. September 2026
Migräne verursacht Milliardenverluste und Produktivitätsausfälle in Deutschland

Migräne verursacht erhebliche wirtschaftliche Verluste und Produktivitätsausfälle in Deutschland

Migräne verursacht in Deutschland jährlich schätzungsweise 1,22 Milliarden verlorene Arbeitsstunden, was zu einer potenziellen wirtschaftlichen Belastung von 100 Milliarden Euro führt. Diese Erkenntnis aus einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR unterstreicht den dringenden Bedarf an einer verbesserten Versorgung und Unterstützung für Betroffene.

Die Studie "The socioeconomic burden of migraine" legt dar, dass eine nachhaltige Verbesserung der Behandlung von Migränepatienten erhebliches wirtschaftliches Potenzial für Deutschland freisetzen könnte. Neben den Produktivitätsverlusten sind die Auswirkungen der Krankheit weitreichend und umfassen auch ein verdoppeltes Depressionsrisiko bei Betroffenen, was die Beeinträchtigung der Lebensqualität verdeutlicht.

Migräne betrifft bis zu 15,5 Millionen Menschen in Deutschland, wobei schätzungsweise 40 Prozent keine Diagnose erhalten. Die wirtschaftlichen Folgen ergeben sich aus Fehlzeiten, geminderter Arbeitsfähigkeit und indirekten Krankheitsfolgen. Die Forschung zeigt, dass Frauen überproportional betroffen sind und ein erheblicher Teil ihrer verlorenen Arbeitszeit auf unbezahlte Tätigkeiten wie Pflege entfällt, die in Wirtschaftsstatistiken nicht immer erfasst werden.

Obwohl die genauen Ursachen und Auslöser der Migräne noch erforscht werden, hat die Wissenschaft das Neuropeptid CGRP (Calcitonin Gene-Related Peptide) als eine Schlüsselkomponente identifiziert. Diese Erkenntnisse haben zur Entwicklung von CGRP-Antikörpern geführt, die als erste Medikamentenklasse speziell zur Migräneprävention konzipiert wurden und eine gezielte Therapieoption für Patienten mit häufigen und schweren Attacken darstellen.

Originalquelle: pharma-fakten.de