Millionenerbschaften werden durch Schulden, Steuern und Konsum reduziert
Die erwartete Übertragung von Vermögen der Babyboomer-Generation wird nach Abzug von Schulden, Spenden und Steuern deutlich reduziert. Ein Großteil des Erbes wird reinvestiert.

Die erwartete große Vermögensübertragung von der Babyboomer-Generation wird vor Erreichen der Erben erheblich reduziert, so ein Bericht von Visa Business and Economic Insights. Von den geschätzten 93 Billionen Dollar, die Babyboomer halten, werden voraussichtlich nur etwa 36 Billionen Dollar in den nächsten zwei Jahrzehnten an die Erben der Generation X und Millennials weitergegeben, was durchschnittlich etwa 515.000 Dollar pro Haushalt entspricht.
Die erhebliche Reduzierung des erbfähigen Vermögens ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter etwa 4 Billionen Dollar an Schulden, wie Hypotheken und Kreditkartensalden, beträchtliche Spenden an Wohltätigkeitsorganisationen und die Kosten des Ruhestands. Der Bericht stellt fest, dass viele ältere Hausbesitzer immer noch Hypothekenverbindlichkeiten haben, wobei 41% der 65- bis 79-Jährigen und 31% der über 80-Jährigen immer noch Kredite abbezahlen.
Darüber hinaus werden von den 36 Billionen Dollar, die an die nächste Generation weitergegeben werden, schätzungsweise 28 Billionen Dollar wieder in Ersparnisse und Investitionen, einschließlich Immobilien, fließen. Dies lässt etwa 8 Billionen Dollar für direkte Ausgaben der Erben übrig.
Dieser ausgabefähige Teil wird voraussichtlich in Schlüsselbereiche wie Hauskäufe oder Anzahlungen, Fahrzeuge, Reisen und Einzelhandelsgüter aufgeteilt. Insbesondere Millennials, die tendenziell Ausgaben für Freizeit und Reisen priorisieren, werden voraussichtlich ihr Erbe für ähnliche Zwecke verwenden. Die endgültige Auswirkung dieser Vermögensübertragung auf zukünftige Konsum- und Wirtschaftstrends wird von diesen Ausgaben- und Reinvestitionsmustern abhängen.