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Fertigung

Müllermilch vor Übernahme von Vogtlandmilch

Plauens Oberbürgermeister Steffen Zenner äußert Kritik an einer möglichen Übernahme der Vogtlandmilch durch Müllermilch und warnt vor negativen Folgen.

14. Oktober 2026
Müllermilch vor Übernahme von Vogtlandmilch

Die mögliche Übernahme der Vogtlandmilch Plauen durch den Müllermilch-Konzern sorgt derzeit für Diskussionen. Plauens Oberbürgermeister Steffen Zenner (CDU) hat sich gegenüber MDR SACHSEN kritisch zu den Plänen geäußert. Zenner betonte, dass die Stadt den Standort benötige.

Der Oberbürgermeister warnte vor einem "ähnlichen Desaster" wie bei den früheren Traditionsunternehmen Plamag und Wema Vogtland, die nach Übernahmen in die Insolvenz gerieten. Er äußerte Bedenken hinsichtlich der Arbeitsplätze und einer möglichen Verkleinerung oder Schließung des Standortes bei Überkapazitäten.

In den vergangenen Tagen haben sich die Hinweise auf eine mögliche Übernahme der Vogtlandmilch durch die Sachsenmilch Leppersdorf GmbH, die zur Müller-Gruppe gehört, verdichtet. Laut der "Bauern Zeitung" sollen Vertreter von Müllermilch bei einer Veranstaltung für Genossenschaftsmitglieder über die Pläne informiert haben. Anfragen von MDR SACHSEN sowohl bei Vogtlandmilch als auch bei Müllermilch zu den Übernahmeplänen blieben bisher unbeantwortet.

Das sächsische Landwirtschaftsministerium sprach auf Anfrage von MDR SACHSEN von einer "möglichen Übernahme". Es heißt weiter, die Auswirkungen auf die sächsische Molkereiwirtschaft blieben abzuwarten. Vogtlandmilch Plauen GmbH handle eigenverantwortlich und aus wirtschaftlichen Gründen. Ein nahtloser Übergang für Milcherzeuger und Lieferanten ohne Unterbrechung der Milchannahme stehe im Vordergrund.

Die Vogtlandmilch Plauen GmbH wird derzeit von regionalen Bauern geführt und beschäftigt rund 180 Mitarbeiter. Die Produktion des Unternehmens wurde kürzlich durch eine neue Abfüllanlage für insgesamt 46 Millionen Euro modernisiert.

Originalquelle: mdr.de