Mobilfunkbranche braucht mehr Zugang zu erneuerbaren Energien für Netto-Null-Ziele
Die globalen Emissionen der Mobilfunkbranche sinken, aber ein verbesserter Zugang zu erneuerbaren Energien ist laut einem neuen GSMA-Bericht entscheidend, um Fortschritte in Richtung Netto-Null-Ziele zu beschleunigen.

Weltweit tätige Mobilfunkbetreiber senken ihre betrieblichen CO2-Emissionen. Laut einem neuen Bericht der GSMA ist jedoch ein verbesserter Zugang zu erneuerbaren Energien unerlässlich, um die Klimaziele der Branche, einschließlich der Netto-Null bis 2050, zu erreichen.
Der Bericht analysiert die Energie- und Emissionsdaten von über 110 Mobilfunkbetreibern, die 85 % der weltweiten Anschlüsse repräsentieren. Die betrieblichen Emissionen sanken 2024 um 5 % und zwischen 2019 und 2024 um 13 %. Dies gelang trotz eines Anstiegs der Anschlüsse um 10 % und einer Vervierfachung des Datenverkehrs.
Erneuerbare Energien sind weiterhin der wichtigste Faktor für die Emissionsminderung. Die Betreiber bezogen oder erzeugten 2024 rund 70 TWh erneuerbaren Strom. Der Anteil des erneuerbaren Stroms am Beschaffungsmix der Betreiber hat sich seit 2019 von 10 % auf 24 % mehr als verdoppelt.
"Die Fortschritte sind ermutigend, aber es muss mehr getan werden. Der Zugang zu erneuerbaren Energien ist nach wie vor einer der wichtigsten Faktoren, die bestimmen, wie schnell Betreiber dekarbonisieren können", sagte John Giusti, Chief Regulatory Officer bei der GSMA. Er betonte die entscheidende Rolle der Politik bei der Schaffung von Rahmenbedingungen, die Investitionen in saubere Energieinfrastruktur ermöglichen.
Der Bericht empfiehlt Regierungen, den Übergang zu beschleunigen, indem sie politische Rahmenbedingungen schaffen, die Investitionen in erneuerbare Energien fördern, Strommärkte modernisieren und Genehmigungsverfahren für den Ausbau sauberer Energie vereinfachen.