Mobiles Internet in Upper Siang nach Protesten gegen Staudammprojekt abgeschaltet
Behörden im indischen Arunachal Pradesh haben die mobilen Internetdienste im Distrikt Upper Siang unterbrochen, um einen 36-stündigen Protest gegen ein geplantes Wasserkraftwerk zu kontrollieren.
Infolge angekündigter Proteste gegen das 11.200-MW-Wasserkraftprojekt Siang Upper Multipurpose Project (SUMP) haben die Behörden im indischen Distrikt Upper Siang den mobilen Internetzugang ab Sonntagabend, dem 1. November, unterbrochen. Die Maßnahme soll die öffentliche Ordnung während des geplanten 36-stündigen Streiks aufrechterhalten.
Seit Montagvormittag ist der Streik in vollem Gange, wobei besonders die Orte Yingkiong und Geku von Geschäfts- und Schulschließungen betroffen sind. Die lokalen Behörden haben die Protestaktion für illegal erklärt. Polizeikräfte berichten trotz vereinzelter Straßensperren von einem weitgehend friedlichen Verlauf der Ereignisse, während das öffentliche Leben in angrenzenden Distrikten ohne Internetabschaltung weitgehend normal weitergeht.
Organisiert wird der Widerstand durch das Siang Indigenous Farmers’ Forum (SIFF) sowie den Jugendverband SAAYA. Die Gruppen fordern den Stopp der Projektstudien, den Abzug zentraler Sicherheitskräfte und die Freilassung von Personen, die in den vergangenen Wochen festgenommen wurden. Die Unruhen waren bereits im Oktober eskaliert, als es bei früheren Protesten zu Gewaltakten und polizeilichen Gegenmaßnahmen gekommen war.
Die Protestaktion soll bis Dienstagnachmittag andauern. Die Sicherheitskräfte bleiben in der Region präsent, um die Lage weiterhin unter Kontrolle zu halten.