Mobilityways fordert nationale Strategie für Fahrgemeinschaften in Großbritannien
Die Organisation Mobilityways hat dem Verkehrsausschuss des britischen Parlaments Beweise vorgelegt und fordert eine nationale Strategie für Fahrgemeinschaften. Ohne diese gäbe es laut Organisation 30 % mehr Autos auf britischen Straßen.

Die Organisation Mobilityways hat die britische Regierung dringend aufgefordert, eine nationale Strategie für Fahrgemeinschaften zu implementieren, um der zunehmenden Verkehrsdichte und den Emissionen entgegenzuwirken. Die Forderung wurde im Rahmen einer Anhörung des Verkehrsausschusses des Unterhauses vorgebracht.
Ali Clabburn, Gründer von Liftshare und Vorsitzender von Mobilityways, erklärte dem Ausschuss, dass es ohne Fahrgemeinschaften heute 30 % mehr Autos auf den britischen Straßen gäbe. Er betonte, dass die Regierungspolitik diesen Sektor vernachlässigt habe, im Gegensatz zu europäischen Ländern wie Frankreich, Italien und den Niederlanden, die nationale Fahrgemeinschaftspläne umgesetzt haben.
„Fahrgemeinschaften sind eine Win-Win-Situation: Sie sparen den Menschen Geld, reduzieren Emissionen, verbessern den Zugang zu Arbeitsplätzen, verringern Einsamkeit und Staus – und sie können sofort umgesetzt werden, da die leeren Plätze bereits vorhanden sind“, sagte Clabburn. Er wies darauf hin, dass die Mitglieder von Liftshare durchschnittlich 1.000 Pfund pro Jahr sparen, was einer Gehaltserhöhung entspricht, während gleichzeitig die CO₂-Emissionen um etwa eine Tonne reduziert werden.
Von anderen Branchenvertretern vorgelegte Beweise stützten die Position von Mobilityways. Richard Dilks von CoMoUK bezeichnete die aktuelle staatliche Unterstützung für geteilte Mobilität als „historisch niedrig“ und verglich Großbritannien ungünstig mit Ländern wie Deutschland und der Schweiz. Sam Dewhurst von HiyaCar legte Beispiele von unternehmensweiten Mitfahrgelegenheiten im Gesundheitswesen und in der Kommunalverwaltung vor, die zu erheblichen Kosten- und Emissionssenkungen geführt haben.
Mobilityways fordert das Verkehrsministerium auf, eine Strategie zu verabschieden, die Anreize für neue Mitfahrer, die formale Anerkennung von Fahrgemeinschaften als Beförderungsart und die Unterstützung von Arbeitgebern bei der Integration von Fahrgemeinschaften in ihre Rekrutierungs- und Netto-Null-Strategien umfasst. Die Organisation ist der Ansicht, dass solche Maßnahmen sofortige Lösungen für Staus, Emissionen und Produktivitätsprobleme bei minimalen Kosten bieten.