Mohawk Industries schreibt im dritten Quartal rote Zahlen nach hohen Abschreibungen
Mohawk Industries meldet für das dritte Quartal einen Nettoverlust von 760 Millionen Dollar. Ursächlich sind Abschreibungen in Höhe von 876 Millionen Dollar bei einem Umsatzrückgang von 5,2 Prozent.

Der Bodenbelagshersteller Mohawk Industries hat für das dritte Quartal einen Nettoverlust von 760 Millionen Dollar ausgewiesen. Das Ergebnis wurde maßgeblich durch nicht zahlungswirksame Wertminderungen in Höhe von 876 Millionen Dollar belastet, die das Unternehmen aufgrund des schwierigen makroökonomischen Umfelds und gestiegener Diskontsätze auf Goodwill und immaterielle Vermögenswerte vornahm.
Der Nettoumsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,2 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar. CEO Jeff Lorberbaum begründete die Entwicklung mit der anhaltenden Schwäche im Wohnungsbau und der Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Angesichts steigender Hypothekenzinsen in den USA und der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit in Europa verschieben Kunden vermehrt größere Renovierungsvorhaben.
Um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, leitet das Unternehmen Umstrukturierungen ein, darunter die Schließung älterer Keramikproduktionslinien in Italien. Diese Maßnahmen sollen durch eine höhere Produktivität und optimierte Fertigungskosten jährlich rund 30 Millionen Dollar einsparen. Gleichzeitig investiert Mohawk weiterhin in neue Kapazitäten, unter anderem in den Bereichen Isolierung und Laminat, die bis 2024 in Betrieb gehen sollen.
Trotz des Verlustes generierte das Unternehmen einen freien Cashflow von 385 Millionen Dollar im Quartal. Die Strategie des Managements konzentriert sich derzeit auf Kostenmanagement und die Optimierung der operativen Ausgaben, bis eine Erholung der Bauwirtschaft eintritt.