Mohawk Industries meldet Q1-Ergebnisse: Zölle verursachen zusätzliche Kosten
Mohawk Industries verzeichnete im ersten Quartal 2025 einen Nettoverkaufsumsatz von 2,5 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von 5,7 %. Der Nettogewinn betrug 73 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen erwartet erhebliche Mehrkosten durch neue Zölle.

Mohawk Industries gab seine Ergebnisse für das erste Quartal 2025 bekannt. Der Nettoverkaufsumsatz belief sich auf 2,5 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von 5,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Nettogewinn des Quartals lag bei 73 Millionen US-Dollar bzw. 1,15 US-Dollar pro Aktie. Der bereinigte Nettogewinn betrug 96 Millionen US-Dollar.
Vorsitzender und CEO Jeff Lorberbaum erklärte, dass die Umsätze auf konstanter Basis relativ stabil blieben, trotz weniger Versandtage und ungünstiger Wechselkurseffekte. Er merkte an, dass die Auswirkungen von Umsatzstörungen und außergewöhnlichen Kosten im Zusammenhang mit dem neuen Bestellsystem von Flooring North America im Rahmen der Erwartungen lagen und die Servicelevels auf dem historischen Niveau zurückgekehrt seien. Das Ergebnis wurde durch Produktivitätssteigerungen, Restrukturierungsmaßnahmen und eine niedrigere Steuerrate begünstigt, was Preisdruck und höhere Inputkosten teilweise ausglich.
Das Unternehmen wies auf die zunehmende Unsicherheit durch kürzlich angekündigte globale Zölle hin, insbesondere einen US-Zoll von 145 % auf LVT-Produkte aus China. Mohawk betonte, dass seine umfangreichen inländischen Produktionsstätten für Keramikfliesen, Teppiche, Laminate und LVT in einem Umfeld steigender Zölle vorteilhaft seien. Das Unternehmen schätzt, dass die aktuellen Zolltarife zu zusätzlichen jährlichen Kosten von etwa 50 Millionen US-Dollar führen werden, die durch Preiserhöhungen und Anpassungen in der Lieferkette bewältigt werden sollen.
Regional sank der Nettoverkaufsumsatz im Segment Global Ceramic um 4,9 %, im Segment Flooring Rest of the World (FROW) um 8,8 % und im Segment Flooring North America (FNA) um 4,2 %. Mohawk erwartet aufgrund geringer Nachfrage und wettbewerbsintensiver Märkte weiterhin Preisdruck in allen Regionen. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Optimierung seines Vertriebs und die Senkung der Betriebskosten durch Restrukturierungsinitiativen, die voraussichtlich rund 100 Millionen US-Dollar an Vorteilen pro Jahr generieren werden.