Mold 3.0 komplett in Rust neu geschrieben
Die Softwareentwicklungsfirma hat ihren Hochleistungs-Linker Mold 3.0 komplett in Rust neu geschrieben. Ziel ist die Erhöhung der Stabilität und schnellere Build-Zeiten.

Die Softwareentwicklungsfirma hat ihren Hochleistungs-Linker Mold 3.0 komplett in der Programmiersprache Rust neu geschrieben. Die neue Hauptversion 3.0.0 ersetzt die frühere C++-basierte Version. Durch die Umstellung auf Rust wollen die Entwickler die Stabilität der Software verbessern und sie für eine breitere Einführung in Linux-Distributionen vorbereiten.
Das Mold-Entwicklungsteam, angeführt von Rui Ueyama, dem Schöpfer des Linkers lld, zielt mit der Mold 3.x-Serie darauf ab, die verbleibenden Kompatibilitätslücken zu GNU ld zu schließen, insbesondere im Hinblick auf die Unterstützung von Linker-Skripten. Das Ziel ist, dass Mold in Zukunft zum Standard-Linker in Linux wird, was die Build-Prozesse im Vergleich zum derzeit verwendeten GNU ld erheblich beschleunigen kann.
Version 3.0.0 ist als direkter Ersatz für die vorherige C++-basierte Version 2.42.1 konzipiert. Die Rust-Version unterstützt die gleichen Kommandozeilenoptionen und Zielarchitekturen, wobei die Link-Geschwindigkeit der des Vorgängers entspricht. Die Kompatibilität wurde getestet, unter anderem durch das Bauen aller Gentoo-Pakete, wobei keine Regressionen festgestellt wurden.
Der Wechsel zu Rust soll Mold robuster gegenüber beschädigten Eingabedateien machen. Die frühere C++-Version konnte bei solchen Dateien Speicherzugriffsfehler und Abstürze erleiden. Die Rust-Version prüft diese Grenzzugriffe und beendet das Programm im Fehlerfall kontrolliert, anstatt abzustürzen.