MoMA beleuchtet die Nützlichkeit und Ästhetik von Information Design
Das Museum of Modern Art (MoMA) in New York eröffnet am 27. September seine Ausstellung „Full Disclosure: The Edge of Information Design“. Die Schau widmet sich dem Information Design, der Darstellung von Daten in visueller und verständlicher Form.

Das Museum of Modern Art (MoMA) in New York eröffnet am 27. September seine neue Ausstellung „Full Disclosure: The Edge of Information Design“. Die Ausstellung beleuchtet das Feld des Information Designs, das Datenvisualisierung mit visueller Ästhetik verbindet, um komplexe Informationen einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Paola Antonelli, Chefkuratorin für Architektur und Design am MoMA, beschreibt Information Design als eine Methode, die Welt und ihre aktuellen Anliegen zu verstehen. „Eine Ausstellung über Information Design zu haben, zeigt, dass wir unsere Mission fortsetzen, über die Kunst unserer Zeit zu sprechen“, erklärte Antonelli.
Ein herausragendes Werk ist Ed Hawkins' „Warming Stripes“, das die globale Erwärmung durch jährliche Farbbänder von tiefblau bis leuchtendrot visualisiert. Antonelli betrachtet dies als ideale Darstellung der Fähigkeit des Information Designs, große und komplexe Phänomene in verständliche Formen zu übersetzen.
Die Ausstellung präsentiert auch Werke, die persönliche Daten untersuchen, wie z. B. „Dear Data“ von Giorgia Lupi und Stefanie Posavec, in dem sie alltägliche Muster wie die Anzahl der Flüche innerhalb einer Woche visualisierten. Dies unterstreicht, wie Information Design persönliche Verbindungen zu den uns umgebenden Daten fördern kann.
Das MoMA sammelt seit 2008 Werke des Information Designs. Antonelli deutet an, dass die Ursprünge des Feldes weit in der Geschichte zurückreichen, bis hin zu Höhlenmalereien, da es immer darum ging, Dinge narrativ und visuell zu erklären. Die Ausstellung spiegelt auch den Einfluss des digitalen Zeitalters wider und zeigt sowohl bildschirmbasierte Werke als auch großformatige Installationen.