Montreal: Wohnungsverkäufe im Mai rückläufig, Preisdruck lässt nach
Die Verkäufe von Wohnimmobilien in der Metropolregion Montreal gingen im Mai 2026 um sieben Prozent zurück. Das steigende Angebot an verfügbaren Objekten trägt zur Entspannung des Preisdrucks bei.

In der Metropolregion Montreal (CMA) ist die Zahl der Wohnimmobilienverkäufe im Mai 2026 um sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Insgesamt wurden 4.623 Transaktionen verzeichnet, wie der Berufsverband der Immobilienmakler Quebecs (QPAREB) mitteilte. Seit Jahresbeginn bewegt sich die Verkaufsaktivität nahe dem Zehnjahresdurchschnitt.
Alle Immobilientypen verzeichneten einen Verkaufsrückgang. Die Verkäufe von Einfamilienhäusern sanken um sechs Prozent, die von Mehrfamilienhäusern (Plex) um fünf Prozent und die von Eigentumswohnungen um acht Prozent. Gleichzeitig stieg das Angebot an zum Verkauf stehenden Immobilien den zehnten Monat in Folge. Der Bestand aktiver Angebote erhöhte sich um 14 Prozent auf 21.073 Objekte im Vergleich zum Mai 2025.
Bei sinkenden Verkaufszahlen und einem wachsenden Angebot entspannt sich die Marktlage allmählich. Verkäufer behalten zwar weiterhin Vorteile im größten Teil der Metropolregion, doch in bestimmten zentralen Lagen für Eigentumswohnungen und im Zentrum Montreals sind die Marktbedingungen nun ausgeglichen oder begünstigen Käufer. Die Medianpreise stiegen im Jahresvergleich um drei Prozent für Einfamilienhäuser, um sechs Prozent für Mehrfamilienhäuser und um ein Prozent für Eigentumswohnungen.
Laut QPAREB sind die rückläufige Arbeitsmarktlage und veränderte demografische Trends die Hauptursachen für die Verlangsamung. Charles Brant, Direktor für Marktanalyse bei QPAREB, verwies auf einen starken Anstieg der Arbeitslosigkeit und einen leichten Rückgang des Bevölkerungswachstums als Faktoren, die die Nachfrage nach Immobilien dämpfen.