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Technologie

Die meisten KI-Coaches scheitern – falscher Ansatz

Viele KI-Coaching-Dienste konzentrieren sich auf das Individuum, doch tatsächliche Probleme entstehen aus zwischenmenschlichen Dynamiken. Echter Fortschritt kommt von Coaching, das diese Beziehungen anspricht und in die tägliche Arbeit integriert.

24. Juli 2026
Die meisten KI-Coaches scheitern – falscher Ansatz

Die Mehrheit der derzeit verfügbaren KI-Coaching-Dienste basiert auf einer fehlerhaften Prämisse: Sie coachen das Individuum, indem sie Persönlichkeitsergebnisse interpretieren und dem Benutzer präsentieren.

Scott Schwefel, Gründer und CEO von Discover Yourself und Autor für Inc. Magazine, argumentiert, dass dieser Ansatz falsch ist. Er betont, dass Probleme selten in isolierten Individuen entstehen, sondern vielmehr aus zwischenmenschlichen Dynamiken. "Ein Coach, der nur mit Ihnen über Sie spricht, löst die falsche Gleichung", erklärt Schwefel.

Der Nobelpreisträger und Psychologe Daniel Kahneman schätzt, dass Menschen nur zu 3–5 Prozent der Zeit selbstbewusst sind. Die restliche Zeit agieren wir im Autopilotmodus, was beeinflusst, wie wir mit anderen interagieren. Traditionelle Persönlichkeits-Workshops bieten nur vorübergehende Einblicke und führen selten zu dauerhaften Verhaltensänderungen.

Schwefel hebt hervor, dass das Kernproblem selten ein Mangel an Einsicht ist, sondern vielmehr die Umsetzung und Anwendung. Er glaubt, dass die Lösung darin liegt, das Coaching vom Konferenzraum in den täglichen Arbeitsalltag zu verlagern, wo es Individuen erreichen kann, wenn sie sonst im Autopilotmodus agieren.

KI-gestütztes Coaching kann eine neue Dimension bieten, indem es Benutzer daran erinnert, wie spezifische Personen agieren, und Ratschläge zur Verbesserung der Kommunikation gibt. Werkzeuge, die die Dynamik zwischen zwei Personen auf der Grundlage ihrer Profile analysieren können, haben das Potenzial, Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen zu lösen und die Teamleistung zu verbessern.

Originalquelle: inc.com