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Technologie

Fehlerhafte Motherboard-Controller gefährden Tausende Server

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Tausende von Servern durch Ausnutzung kritischer Schwachstellen in den Controller-Chips der Motherboards aus der Ferne übernommen werden können.

5. August 2026
Fehlerhafte Motherboard-Controller gefährden Tausende Server

Tausende von Servern, die von den größten Herstellern der Welt verkauft werden, können durch Ausnutzung kritischer Schwachstellen, von denen einige über ein Jahrzehnt alt sind, aus der Ferne mit Backdoors versehen werden. Dies geht aus einer am Mittwoch vorgestellten Forschung hervor, die sich auf die Controller-Chips der Motherboards konzentriert.

Die Schwachstellen befinden sich in den Baseboard Management Controllern (BMCs), bei denen es sich um integrierte Minicomputer auf nahezu jedem Unternehmensserver-Motherboard handelt. BMCs verfügen über eigene Betriebssystem-Firmware und Netzwerkstacks und ermöglichen Administratoren das wichtige „Lights-Out“- und „Out-of-Band“-Management. Dies erlaubt die Überwachung und Steuerung von Servern, einschließlich Neustarts und Betriebssysteminstallationen, selbst wenn der Hauptserver ausgeschaltet oder nicht ansprechbar ist.

Forscher warnen bereits seit mindestens 2013 vor den Sicherheitsrisiken, die von BMCs ausgehen. Insbesondere das IPMI-Protokoll (Intelligent Platform Management Interface), das BMCs die unabhängige Funktion und die Ausführung administrativer Aufgaben ermöglicht, war eine Quelle von Schwachstellen. Die Ausnutzung von Fehlern in dieser Firmware kann Angreifern ermöglichen, bösartigen Code direkt auf dem BMC auszuführen und somit die Kontrolle über den verwalteten Server zu erlangen.

Die Forschung bezeichnet BMCs als eine "allgegenwärtige, unterüberwachte und unterpatchte parallele Angriffsfläche". Da die BMC-Firmware oft weniger häufig aktualisiert wird als das Hauptbetriebssystem eines Servers, stellen diese Controller ein attraktives, aber anfälliges Ziel für Angreifer dar.

Originalquelle: arstechnica.com