Mutterschaft entwickelt Vorteile, die Arbeitsplätze übersehen
Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Mutterschaft Führungsqualitäten und Arbeitseinstellungen fördern kann, die am Arbeitsplatz geschätzt werden, und damit die vorherrschende Darstellung von Nachteilen konterkarieren.

Während die "Mutterschaftsstrafe" – die negativen Auswirkungen auf das Einkommen und den Karriereverlauf von Frauen nach der Geburt – weithin diskutiert wird, hebt neue Forschung einen ausgleichenden "Mutterschaftsvorteil" hervor. Diese Perspektive argumentiert, dass Mutterschaft Führungsqualitäten fördern kann, nach denen Arbeitgeber aktiv suchen.
Die Elternschaft selbst kann als intensives Führungskräfteentwicklungsprogramm dienen. Sie erfordert eine schnelle Einschätzung von Situationen, die Anpassung der Kommunikation an unterschiedliche Persönlichkeiten, Selbstregulierung in Krisensituationen, Entscheidungsfindung mit unvollständigen Informationen und iterative Problemlösung. Diese Fähigkeiten entsprechen direkt den Kompetenzen, die in der professionellen Führung gesucht werden, wie emotionale Intelligenz, Stakeholder-Management und strategisches Denken.
Studien zeigen, dass das Engagement in Familienrollen nicht nur Herausforderungen schafft, sondern auch die Arbeitsleistung verbessern kann. Beispielsweise ergab eine Forschung mit 346 Managern, dass Familienrollen mit positiven Spillover-Effekten in die Arbeit verbunden waren, die die Lebens- und Karrieredenksowie die Arbeitsleistung steigerten.
Trotz erheblicher Hindernisse wie Mangel an Kinderbetreuung, unzureichende Elternurlaube und unflexible Arbeitsstrukturen kann Mutterschaft auch Klarheit bei den Arbeitsprioritäten schaffen. Eltern, die nach der Arbeit mehr familiäre Aktivitäten erwarten, berichten während des Tages weniger von Zeitverschwendung und größeren Fortschritten bei den Arbeitszielen.