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Technologie

Musikdistributoren verpflichten sich zur Prüfung von KI-Tracks vor Streaming – Indien fehlt

Die IFPI hat neue Verpflichtungen für Musikdistributoren zur Betrugsbekämpfung und Prüfung KI-generierter Musik eingeführt. Kein indisches Unternehmen hat bisher unterzeichnet, obwohl Indien stark auf Streaming angewiesen ist.

15. September 2026
Musikdistributoren verpflichten sich zur Prüfung von KI-Tracks vor Streaming – Indien fehlt
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Der Weltverband der Phonoindustrie (IFPI) hat die "Streaming Integrity Initiative" gestartet, die von 27 Musikdistributoren und Branchenverbänden unterstützt wird. Ziel der Initiative ist die Bekämpfung von Betrug im Musikstreaming durch strengere Prüfverfahren, auch für KI-generierte Musik, bevor diese auf Plattformen landet.

Die Initiative verpflichtet Distributoren zur Überprüfung der Kundenidentitäten, zur Prüfung auf Inhaltsverletzungen mittels Texten und Metadaten sowie zur Anwendung von Audioerkennungstechnologien. Sie schreibt auch die Identifizierung von KI-generierten Inhalten und die proaktive Sperrung von Material vor, das Stimmen-, Namens-, Bild- oder Persönlichkeitsrechte verletzt. Distributoren sollen Streaming-Anomalien erkennen und betrügerische Aktivitäten melden.

Diese Verlagerung der Verantwortung liegt bei den Distributoren, betrügerische Streams und KI-generierte Inhalte zu erkennen und zu verhindern, bevor sie in den Tantiemepool gelangen. KI-Musik wird nicht pauschal verboten, aber Distributoren müssen sie identifizieren und damit verbundene Risiken wie die Erzeugung künstlicher Streams bewerten.

Bemerkenswert ist, dass bisher kein indisches Unternehmen oder Branchenverband diese Verpflichtungen unterzeichnet hat. Dies ist bedeutsam, da die indische Musikindustrie stark auf Streaming angewiesen ist. Große indische Musikunternehmen wie T-Series und Saregama, die bedeutende Kataloge vertreiben, sind nicht Teil der Vereinbarung, wodurch ein erheblicher Teil der indischen Musik außerhalb dieser neuen Integritätsmaßnahmen bleibt. Auch die Indian Music Industry (IMI) hat sich der Initiative nicht angeschlossen.

Originalquelle: medianama.com