Musikverbände schlagen KI-Kennzeichnung für Streaming-Dienste vor
Die Branchenverbände RIAA und IFPI schlagen neue Kennzeichnungen für den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Musikproduktion vor, um Verbraucher über die Rolle von KI bei der Erstellung von Songs zu informieren.

Die Recording Industry Association of America (RIAA) und die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) planen die Einführung eines neuen Kennzeichnungssystems für Musik. Diese Initiative zielt darauf ab, in welchem Umfang künstliche Intelligenz (KI) in der Musikproduktion eingesetzt wurde, zu klären und zwischen vollständig KI-generierten und teilweise KI-unterstützten Titeln zu unterscheiden.
Das vorgeschlagene System umfasst zwei unterschiedliche Kennzeichnungen, die in beliebte Streaming-Plattformen wie Spotify und Apple Music integriert werden sollen. Diese Kennzeichnungen sollen Konsumenten, Künstlern und Branchenakteuren helfen, den Ursprung von Musikwerken besser zu verstehen. Das System basiert Berichten zufolge auf freiwilligen Angaben von Künstlern, Plattenlabels und Vertrieben.
Die Kennzeichnung 'AI Generated' (KI-generiert) wird für Lieder verwendet, die vollständig von KI erstellt wurden, beispielsweise durch Textaufforderungen. Diese Kategorie umfasst auch Titel, bei denen Maschinen Gesangsstimmen synthetisiert oder zentrale Instrumentalparts generiert haben. Diese werden mit einem großen, großgeschriebenen KI-Symbol in Schwarz auf weißem Hintergrund gekennzeichnet. Eine visuelle Darstellung zeigt ein großes schwarzes 'AI' auf weißem Hintergrund.
Die Kennzeichnung 'AI Assisted' (KI-unterstützt) ist für Lieder bestimmt, bei denen die primäre kreative Arbeit von Menschen geleistet wird, KI jedoch in bestimmten Produktionsphasen eingesetzt wurde. Diese werden mit einem kleineren, klein geschriebenen 'ai'-Symbol in Weiß auf schwarzem Hintergrund identifiziert. Eine visuelle Darstellung zeigt ein kleines weißes 'ai' auf schwarzem Hintergrund.
Dieser KI-Kennzeichnungsrahmen soll ähnlich wie bestehende Inhaltswarnungen auf Streaming-Diensten funktionieren. Anfänglich wird das System keine KI-Anwendungen in Bereichen wie Texten, Komposition, Musikvideoproduktion oder Albumcovergestaltung abdecken. Mehrere andere Organisationen, darunter die Recording Academy und SAG-AFTRA, haben sich dieser Initiative angeschlossen.