Nathan Fielders Film übertrifft Hollywoods Tech-Biografien
Die Dokumentation "You Can See Everything" von Nathan Fielder und Lance Oppenheim über Elizabeth Holmes erhält Kritikerlob und starke Einspielergebnisse, während "The Social Reckoning" scheitert.

Die Dokumentation "You Can See Everything" von Nathan Fielder und Lance Oppenheim, die die letzten 34 Tage der ehemaligen Theranos-CEO Elizabeth Holmes vor ihrer Haftstrafe wegen Anlegerbetrugs beleuchtet, erfährt breite kritische Anerkennung und große Publikumsresonanz. Der Film erhielt fast durchweg positive Bewertungen, mit 98 von 100 Punkten auf Metacritic und 99% auf Rotten Tomatoes, was ihn zu einem der am höchsten bewerteten Filme auf Plattformen wie Letterboxd macht.
Wirtschaftlich übertrifft "You Can See Everything" auch die Erwartungen für eine Dokumentation. Erste Prognosen deuten auf ein Einspielergebnis von 7 bis 12 Millionen US-Dollar am Eröffnungswochenende hin. Diese Leistung ist bemerkenswert für das Dokumentarfilmgenre, das normalerweise geringere Einnahmen als Spielfilme erzielt. Der Film ist auf dem besten Weg, möglicherweise Rekorde für Dokumentarfilm-Starts in den letzten Jahren zu brechen.
Im Gegensatz dazu hatten andere jüngste Hollywood-Projekte, die sich mit dem Leben von Tech-Größen befassten, Schwierigkeiten. "The Social Reckoning", Aaron Sorkins Nachfolgefilm zu "The Social Network", der sich auf Mark Zuckerberg von Meta konzentriert, stieß auf eine verhaltene Resonanz. Trotz einer namhaften Besetzung, darunter Jeremy Strong, fielen die Kritiken weitgehend negativ aus, und der Film spielte am Eröffnungswochenende nur 5,5 Millionen US-Dollar ein, was deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb.
Der Trend von Filmen über Führungskräfte aus dem Silicon Valley spiegelt die breite öffentliche Faszination und Debatte um die einflussreichen Persönlichkeiten der Branche wider. Während "The Social Reckoning" nicht überzeugen konnte, scheint "You Can See Everything" aufgrund seines einzigartigen Regiestils und der Konzentration auf eine fesselnde, wenn auch kontroverse Figur, Anklang gefunden zu haben.