National University Hospital erweitert Einsatz von Wearable-Technologie zur Patientenüberwachung
Das National University Hospital (NUH) in Singapur wird nach einem erfolgreichen Pilotprojekt den Einsatz von Wearable-Technologie zur kontinuierlichen Überwachung von Vitalparameter erweitern.

SINGAPORE – Das National University Hospital (NUH) plant die Ausweitung des Einsatzes von Wearable-Technologie zur Überwachung von Patientendaten, nachdem eine Pilotstudie positive Ergebnisse erzielt hat. Die einen Monat dauernde Testphase, die im Juni abgeschlossen wurde, ergab, dass die kontinuierliche Überwachung mittels Smartwatches Veränderungen der Vitalparameter von Patienten bis zu zwei Stunden früher erkennen kann als routinemäßige manuelle Messungen.
Ziel der Ausweitung ist es, dass im kommenden Jahr bis zu 10 Prozent der geeigneten Überwachung von Vitalparametern von stationären Patienten durch Wearable-Technologie unterstützt wird. Diese Initiative ist Teil der umfassenderen Bemühungen des Krankenhauses, digitale Innovationen zur Verbesserung der Patientensicherheit, des Patientenerlebnisses und der Optimierung der Pflege zu nutzen. Die Pilotstudie wurde von der chirurgischen Abteilung des NUH in Zusammenarbeit mit einem multidisziplinären Team aus Pflegekräften, Betriebspersonal und Forschern der Yong Loo Lin School of Medicine der National University of Singapore (NUS Medicine) durchgeführt.
Die teilnehmenden Patienten trugen mit HSA-Zulassung versehene Smartwatches, die kontinuierlich Blutdruck, Pulsfrequenz und Sauerstoffsättigung im Blut überwachten. Das Pflegepersonal führte weiterhin routinemäßige Vitalparameter-Checks am Krankenbett durch und überprüfte die Messwerte der Smartwatch. Die Pilotstudie bestätigte, dass die tragbare Überwachung die postoperative Versorgung sicher ergänzen kann, indem sie den Klinikern eine frühere Einsicht in potenzielle physiologische Veränderungen ermöglicht. Entscheidend ist, dass während der Überwachungsphase mit Smartwatches keine kritischen klinischen Ereignisse übersehen wurden.
Die wichtigsten Ergebnisse zeigten, dass abnormale Vitalparameter bis zu zwei Stunden früher als bei herkömmlichen Pflegebeobachtungen erkannt wurden und dass alle abnormalen Messwerte bestehende klinische Eskalationsprotokolle auslösten. Die Patienten berichteten über weniger Störungen, insbesondere während der Nacht, was zu einer angenehmeren Erholung beitrug. Das Pflegepersonal berichtete auch über eine Reduzierung der für repetitive Überwachungsaufgaben aufgewendeten Zeit.
Das NUH plant, die Daten der Smartwatches direkt in sein elektronisches Patientenaktensystem EPIC zu integrieren. Diese Integration wird voraussichtlich die für jede Vitalparameter-Messung erforderliche Zeit erheblich verkürzen und es dem Pflegepersonal ermöglichen, mehr Zeit für die direkte Patientenversorgung und komplexe Beobachtungen aufzuwenden. Das Krankenhaus betrachtet dies als einen Schritt in Richtung der zukünftigen stationären Versorgung, bei der Technologie das klinische Urteilsvermögen unterstützt.