NATO beginnt formelle Gespräche mit Saab über GlobalEye-Beschaffung
Die NATO hat Saabs GlobalEye als bevorzugtes zukünftiges Frühwarn- und Überwachungssystem ausgewählt und beginnt formelle Verhandlungen über die mögliche Beschaffung von bis zu zehn Flugzeugen.

Der schwedische Rüstungskonzern Saab hat formelle Verhandlungen mit der NATO über eine potenzielle Beschaffung seines GlobalEye-Systems für Frühwarnung und Luftüberwachung (AEW&C) eingeleitet.
Die NATO hat Saabs GlobalEye als bevorzugte zukünftige Lösung für ihre AEW&C-Kapazitäten ausgewählt und plant, die Beschaffung von bis zu zehn Systemen zu verhandeln. Derzeit gibt es weder einen unterzeichneten Vertrag noch eine Bestellung. Die geplante Beschaffung zielt darauf ab, die derzeitige Überwachungskapazität der NATO zu ersetzen und die Situationswahrnehmung sowie die Bedrohungserkennung zu Land, zu Wasser und in der Luft zu verbessern.
Das GlobalEye-System kombiniert Saabs Erieye Extended Range-Radar, mehrere Sensoren und ein Führungs- und Waffeneinsatzsystem auf einem Bombardier Global 6500-Flugzeug. Es wurde entwickelt, um eine breite Palette von Bedrohungen zu erkennen, darunter Drohnen, Tarnkappenflugzeuge, ballistische Raketen und Hyperschallraketen, selbst in umkämpften oder elektronisch gestörten Umgebungen.
Dieser Schritt der NATO ist Teil umfassenderer Bemühungen zur Modernisierung der Überwachungs- und nachrichtendienstlichen Fähigkeiten des Bündnisses. Beamte betonten, dass die Beschaffung die Fähigkeit des Bündnisses zur Überwachung und Reaktion auf sich entwickelnde Sicherheitsherausforderungen erheblich verbessern würde.
Saab-CEO Micael Johansson äußerte sich stolz über die potenzielle Partnerschaft und hob die nachgewiesenen Fähigkeiten von GlobalEye sowie seine Rolle als führende Lösung hervor. Formelle Gespräche mit der NATO Support and Procurement Agency (NSPA) sind nun im Gange.