Naya Studio CEO definiert Design-Prinzipien im KI-Zeitalter
Saad Rajan, CEO von Naya Studio, betont die Bedeutung von Iteration und menschlichem Feedback, um die Designqualität in Zeiten von KI zu sichern.

Die rasante Entwicklung von KI-Werkzeugen hat Debatten über die Zukunft der Designarbeit ausgelöst. Saad Rajan, Mitbegründer von Naya Studio, stellt in diesem Kontext fest, dass bewährte Prinzipien der Designlehre auch unter dem Einfluss automatisierter Prozesse ihre Gültigkeit behalten.
Ein zentraler Aspekt ist die Iteration. Rajan argumentiert, dass Exzellenz durch ständige Wiederholung und Anpassung entsteht. Da KI-generierte Entwürfe oft oberflächlich bleiben, müsse der menschliche Designer durch gezielte Überarbeitung für Tiefe und Substanz sorgen. Die Geschwindigkeit der Technik dürfe nicht mit der Qualität des Ergebnisses verwechselt werden.
Zudem bleibt die Einholung vielfältiger Rückmeldungen unerlässlich. Rajan warnt davor, sich ausschließlich auf KI-Feedback zu verlassen. Stattdessen sollten interdisziplinäre Perspektiven und reale Nutzererfahrungen den Kern der Produktentwicklung bilden. Wahre Innovation erfordere die Fähigkeit, komplexe menschliche Bedürfnisse zu verstehen und zu synthetisieren.
Abschließend betont Rajan den Wert des bewussten Abstands. Um den "roten Faden" im Designprozess nicht zu verlieren, sei es für Gestalter notwendig, sich regelmäßig von den Bildschirmen zu entfernen. Diese Pausen dienen der kognitiven Verarbeitung, die Voraussetzung dafür ist, die großen Zusammenhänge in einem Projekt zu erkennen und sinnvoll zu gestalten.