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Wissenschaft

Neandertaler-Holzwerkzeuge in Spanien in Stein erhalten

Archäologen in Spanien haben 597 steinerhaltene Holzartefakte von Neandertalern entdeckt, die auf 62.000 bis 40.000 Jahre v. Chr. datiert werden. Die Funde geben neue Einblicke in prähistorische Holzarbeiten.

9. Oktober 2026
Neandertaler-Holzwerkzeuge in Spanien in Stein erhalten

Archäologen haben in der Höhle Abric Romaní in Capellades, Spanien, 597 Holzobjekte katalogisiert, die von Neandertalern vor 62.000 bis 40.000 Jahren hergestellt wurden. Diese Artefakte, darunter Speere, Grabstöcke und Teile von Unterkünften, sind dank einer einzigartigen Erhaltungsmethode erhalten geblieben: Mineralreiches Wasser bildete eine kalksteinähnliche Kruste um das Holz, bevor es verrottete.

Die Entdeckung ist von großer Bedeutung, da Holz normalerweise schnell zerfällt und daher nur wenige Holzwerkzeuge aus dem Paläolithikum erhalten sind. Unter den Funden befindet sich auch eine bisher unbekannte Keule, was auf fortschrittlichere Fähigkeiten in der Werkzeugherstellung bei Neandertalern hindeutet als bisher angenommen.

Die in Science Advances veröffentlichte Studie beschreibt die Vielfalt der Holzobjekte und deutet darauf hin, dass Neandertaler Holz für verschiedene Zwecke nutzten, nicht nur für Jagdausrüstung. Dies ermöglicht ein tieferes Verständnis ihres täglichen Lebens und ihrer technologischen Fähigkeiten.

Im Gegensatz zu anderen gut erhaltenen Holzfunden, wie den Speeren aus Schöningen in Deutschland, die in anaeroben Sedimenten erhalten blieben, demonstrieren die Artefakte aus Abric Romaní einen anderen Erhaltungsprozess und bieten neue Perspektiven auf die Holzarbeit während des mittleren Paläolithikums.

Originalquelle: arstechnica.com