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Fast 10.000 Rufnummern von Cyberkriminellen abgeschaltet

Deutsche Behörden haben im Rahmen einer Strategie gegen Betrugsfälle in den letzten drei Monaten fast 10.000 von Cyberkriminellen genutzte Rufnummern abgeschaltet.

27. September 2026
Fast 10.000 Rufnummern von Cyberkriminellen abgeschaltet

Im Kampf gegen internationale Cyber-Anlagebetrüger haben Fahnder in den vergangenen drei Monaten fast 10.000 von Cyberkriminellen genutzte Rufnummern abgeschaltet. Diese Maßnahme soll die Infrastruktur der mutmaßlichen Täter erheblich geschwächt haben.

Die Aktion ist Teil der „Operation Herakles“, einer großangelegten Strategie zur Bekämpfung von Betrug. Seit Beginn der Operation wurden laut Angaben bereits 13.888 Rufnummern abgeschaltet, davon 13.397 deutsche und 491 österreichische. Ziel war es, die Masche des sogenannten „Cybertrading-Fraud“ zu unterbinden, bei der Gutgläubige dazu verleitet werden, Geld auf betrügerischen Internetplattformen zu investieren, die keine Zulassung der Finanzaufsicht BaFin besitzen.

Die Betrüger, oft operierend aus Callcentern im Ausland, animieren die Opfer per Telefon zu weiteren Investitionen. Die Vorgehensweise sei oft so professionell, dass Geschädigte über Monate hinweg nicht erkennen, dass sie betrogen werden. Die eingezahlten Gelder werden zu keinem Zeitpunkt einer Kapitalanlage zugeführt.

Parallel dazu hat die Bundesnetzagentur aufsichtsrechtliche Maßnahmen gegen Telekommunikationsunternehmen ergriffen, um die missbräuchliche Nutzung von Rufnummern zu verhindern. Zudem wurden über 2.000 illegale Domains, die zur Täuschung von Verbrauchern dienten, vom Netz genommen. Diese leiten nun auf eine Informationsseite der Behörden um.

Originalquelle: heise.de