Fast 1.900 US-Schulen liegen innerhalb einer Meile von einem Rechenzentrum
Eine neue Analyse zeigt, dass fast 1.900 öffentliche US-Schulen innerhalb einer Meile von einem Rechenzentrum liegen. Die Projekte werfen Bedenken wegen Verkehr und Lärm auf.

Fast 1.900 öffentliche Schulen in den USA befinden sich laut Forschern der Brown University innerhalb einer Meile von mindestens einem Rechenzentrum oder einer für den Bau genehmigten zukünftigen Anlage. Die Analyse von Daten aus Business Insider und dem National Center for Education Statistics zeigt, dass Kalifornien mit 602 Schulen die größte Anzahl solcher Einrichtungen hat.
Die rasante Expansion von Rechenzentren kollidiert mit dem Alltag von Familien und Personal öffentlicher Schulen. Mit steigender Nachfrage nach Datenspeicherung und KI-Diensten suchen Technologieunternehmen nach Standorten, die relativ nah an Kunden sowie bestehenden Strom- und Wasserquellen liegen. Dies führt oft dazu, dass Anlagen in Vororten und ländlicheren Gebieten geplant werden, die näher an Schulen liegen.
Anwohner haben Bedenken hinsichtlich zunehmenden Verkehrsaufkommens, Lärms von Kühlsystemen und Generatoren sowie möglicher Umweltauswirkungen geäußert. Im Coweta County, Georgia, wiesen die Kommissare ein für ein Rechenzentrum ausgewiesenes Gebiet aus, das auf Widerstand aus der lokalen Gemeinschaft gestoßen ist. Ähnliche Konflikte treten im ganzen Land auf, da der Bau von Rechenzentren auf Wohngebiete und Schulnähe trifft.
Die Forschung beginnt, mögliche Auswirkungen zu untersuchen. Vorläufige Ergebnisse der Brown University deuten auf niedrigere Mathematiknoten bei Schülern hin, deren Schulen näher an einem Rechenzentrum liegen. Obwohl Unternehmen angeben, Maßnahmen zur Minimierung von Störungen zu ergreifen, bestehen Bedenken hinsichtlich langfristiger Auswirkungen fort.