Fast 40 Prozent der aktiven Arbeitssuchenden geben an, im Lebenslauf zu lügen
Eine Umfrage der Jobplattform resume.io zeigt, dass fast 40 Prozent der aktiv Arbeitssuchenden ihre Erfahrungen übertrieben oder erfunden haben, um ein Vorstellungsgespräch zu bekommen.

Ein erheblicher Teil der aktiven Arbeitssuchenden greift zur Fälschung von Lebensläufen, wobei fast 40 Prozent zugeben, ihre beruflichen Erfahrungen übertrieben oder erfunden zu haben, um ihre Chancen auf ein Vorstellungsgespräch zu verbessern. Die Umfrage, durchgeführt von der Jobressourcen-Plattform resume.io, ergab, dass über 21 Prozent aller Vollzeitangestellten in den USA ähnliche Praktiken anwenden.
Dieser Trend ereignet sich inmitten eines herausfordernden Arbeitsmarktes, auf dem viele Arbeitnehmer trotz unsicherer Aussichten den Job wechseln möchten. Die zunehmende Abhängigkeit von künstlicher Intelligenz (KI) für die erste Bewerberauswahl wird ebenfalls als Faktor genannt, da Arbeitssuchende sich durch automatisierte Systeme benachteiligt fühlen und möglicherweise dazu angehalten werden, ihre Qualifikationen zu beschönigen.
Die Umfrage hob auch demografische Unterschiede hervor. Männer gaben mit 28 Prozent häufiger Lügen im Lebenslauf zu als Frauen mit 16,1 Prozent. Jüngere Generationen zeigten eine merklich höhere Neigung zur Übertreibung: 38 Prozent der Gen Z-Befragten gaben an, in den letzten zwölf Monaten im Lebenslauf gelogen zu haben, ein starker Kontrast zu den 3,7 Prozent der Babyboomer, die ähnliche Eingeständnisse machten. Millennials folgten mit 29,3 Prozent, Gen X mit 14,3 Prozent.
Karriereexpertin Amanda Augustine von resume.io warnte vor solchen Ausschmückungen und erklärte, dass selbst kleinere Übertreibungen während eines Vorstellungsgesprächs oder im Job aufgedeckt werden können, was zu dauerhaften Reputationsschäden führt. Sie rät Arbeitssuchenden, sich stattdessen darauf zu konzentrieren, ihre wahrheitsgemäßen Qualifikationen und Erfahrungen strategisch darzustellen, anstatt auf Täuschung zurückzugreifen.