Neste und Covestro kooperieren bei erneuerbaren Rohstoffen für Kunststoffproduktion
Der Energiekonzern Neste und der Kunststoffhersteller Covestro starten eine Kooperation in Europa zur Nutzung nachhaltiger Rohstoffe in der Kunststoffproduktion. Ziel ist der Ersatz fossiler Rohstoffe durch erneuerbare Alternativen.

Der Energiekonzern Neste und der Kunststoffhersteller Covestro haben eine strategische Kooperation in Europa gestartet, um den Einsatz nachhaltiger Rohstoffe in der Kunststoffproduktion zu fördern. Covestro wird künftig Materialien aus erneuerbaren Quellen von Neste erhalten, die einen erheblichen Teil der bisher verwendeten fossilen Rohstoffe in der Herstellung von Polycarbonaten ersetzen.
Polycarbonate sind Hochleistungskunststoffe, die in zahlreichen Anwendungen eingesetzt werden, darunter Automobilscheinwerfer, LED-Beleuchtung, Elektronik, medizinische Geräte und Fahrzeugverglasung. Kurzfristig sollen durch die Zusammenarbeit mehrere tausend Tonnen fossiler Rohstoffe durch Neste's erneuerbare Kohlenwasserstoffe ersetzt werden.
Neste produziert seine erneuerbaren Kohlenwasserstoffe vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen wie Abfall- und Restölen und -fetten. Diese Produkte sind als Drop-in-Lösungen konzipiert und lassen sich ohne Anpassung in bestehende Produktionsinfrastrukturen integrieren. Dies ermöglicht es Covestro, nachhaltigere Produkte bei gleichbleibend hoher Qualität herzustellen.
"Die Polymer- und Chemieindustrie spielen eine wichtige Rolle in der Kreislaufwirtschaft und im Kampf gegen den Klimawandel", sagte Neste CEO Peter Vanacker. "Unsere Zusammenarbeit ermöglicht es Covestro, eine bedeutende Rolle bei der Bereitstellung klimafreundlicherer Rohstoffe für führende Marken zu spielen und ihnen zu helfen, ihre Nachhaltigkeitsziele im Materialbereich zu erreichen." Die Partnerschaft erweitert die positiven Auswirkungen von Neste's erneuerbaren Kohlenwasserstoffen auf die Polycarbonatproduktion.
Covestros CEO Markus Steilemann betonte, dass die Partnerschaft ein wichtiger Schritt zur nachhaltigeren Gestaltung der Produktion und zur Förderung der Kreislaufwirtschaft sei. Beide Unternehmen beabsichtigen, ihre Zusammenarbeit künftig auf weitere Polymertypen auszudehnen und laden weitere Akteure entlang der Wertschöpfungsketten zur Kooperation ein.