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Fertigung

Neste nimmt größte Anlage für flüssige Kunststoffabfälle in Betrieb

Neste hat seine neue Aufbereitungsanlage für verflüssigten Kunststoffabfall (LWP) in seinem Raffinerie in Porvoo, Finnland, in Betrieb genommen. Sie ist die weltweit größte LWP-Aufbereitungsanlage mit einer Kapazität von 150.000 Tonnen pro Jahr.

8. Juni 2026
Neste nimmt größte Anlage für flüssige Kunststoffabfälle in Betrieb

Neste hat die Inbetriebnahme seiner neuen Anlage zur Aufbereitung von verflüssigtem Kunststoffabfall (LWP) in seinem Raffinerie in Porvoo, Finnland, erfolgreich abgeschlossen. Die Investition von 111 Millionen Euro stellt eine bedeutende Erweiterung der chemischen Recyclingkapazitäten dar und zielt darauf ab, hochwertige Rohstoffe für die Kunststoff- und Chemieindustrie zu produzieren.

Die Anlage ist konzipiert, um bis zu 150.000 Tonnen LWP jährlich zu verarbeiten und schließt die Qualitätslücke zwischen unverarbeitetem flüssigem Kunststoffabfall und den für die Petrochemie erforderlichen Rohmaterialien. Sie wurde entwickelt, um auch anspruchsvolle Kunststoffabfallströme wie Mehrschichtverpackungen oder gemischte Kunststoffe aufzubereiten, die für das mechanische Recycling oft ungeeignet sind.

Neste verarbeitet bereits seit 2020 flüssige Kunststoffabfälle. Die Anlage ist in das bestehende Raffinerie integriert und die Produktion wird schrittweise hochgefahren. Mittels eines Massenbilanzierungsverfahrens können die recycelten Rohstoffe dem Neste RE™-Produkt zugeordnet werden. Neste schätzt, dass die chemische Verwertung von Kunststoffabfällen den Verbrauch von primären fossilen Ressourcen um über 70 % und die Treibhausgasemissionen um über 35 % im Vergleich zur Verbrennung senken kann.

Das Unternehmen äußerte Bedenken hinsichtlich der aktuellen Berechnungsmethoden der Europäischen Kommission für recycelten Inhalt, die die Rolle von Raffininerien bei der Erfüllung von EU-Recyclingzielen einschränken könnten. Neste fordert eine Überarbeitung der Vorschriften zur Sicherung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit.

Zusätzlich zur Anlage lizenziert Neste auch Verflüssigungstechnologien in Partnerschaften, um das chemische Recycling von schwer recycelbaren Kunststoffen weiter voranzutreiben.

Originalquelle: neste.com