Neste verzeichnet Rekordergebnisse im zweiten Quartal 2026
Neste Oyj gab am 24. Juli 2026 die besten Quartalsergebnisse in der Unternehmensgeschichte bekannt. Das Unternehmen profitierte von einem außergewöhnlichen Marktumfeld und verstärkter regulatorischer Unterstützung für erneuerbare Produkte.

HELSINKI – Neste Oyj gab am 24. Juli 2026 die besten Quartalsergebnisse des Unternehmens für die Periode Januar–Juni 2026 bekannt. Das vergleichbare Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im zweiten Quartal auf 1.203 Millionen Euro, verglichen mit 341 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
CEO Heikki Malinen beschrieb die Marktlage als außergewöhnlich, da der Konflikt im Nahen Osten die globalen Öl- und Produktmärkte beeinflusste. Gleichzeitig profitierte das Unternehmen von günstigen regulatorischen Entscheidungen, die die langfristige Nachfrage nach erneuerbaren Kraftstoffen stützen. Neste gelang es, Marktpotenziale zu nutzen und starke Margen zu erzielen, trotz Produktionsbeschränkungen im Bereich Erneuerbare Produkte.
Das vergleichbare EBITDA für Erneuerbare Produkte erreichte einen Rekordwert von 859 Millionen Euro. Die Verkaufsmarge betrug 1.223 US-Dollar pro Tonne, bei Verkaufsvolumina von über einer Million Tonnen. Der europäische Markt wurde durch verbesserte Mandat-Aussichten und eine anhaltende Nachfrage nach erneuerbarem Diesel gestärkt. Deutschlands neue RED III-Gesetzgebung wird beispielsweise die jährliche Nachfrage nach erneuerbarem Diesel in Deutschland im Jahr 2026 voraussichtlich um 1,5 Millionen Tonnen erhöhen.
Das vergleichbare EBITDA für Ölprodukte belief sich auf 334 Millionen Euro. Die Raffineriemarge betrug 25,8 US-Dollar pro Barrel, und die Auslastung der Raffinerie in Porvoo lag bei 90 Prozent. Das Unternehmen führte die starke Leistung auf außergewöhnlich hohe Spreads bei Mitteldestillaten zurück, für die die Raffinerie in Porvoo optimiert ist. Die Finanzlage von Neste verbesserte sich aufgrund der robusten Ergebnisse erheblich, wobei die Verschuldungsquote Ende Juni bei 29,9 Prozent lag, deutlich unter dem Ziel von 40 Prozent.