Neste passt Klimaziele wegen Finanzlage an
Neste passt einige seiner Klimaziele aufgrund der wirtschaftlichen Lage und eines gestrafften Investitionsportfolios an. Die ursprünglichen Ziele hätten erhebliche, derzeit unrealistische Investitionen erfordert.

Neste Corporation hat Anpassungen bei einigen seiner Klimaziele angekündigt. Als Gründe nannte das Unternehmen die aktuelle finanzielle Situation und ein gestrafftes Investitionsportfolio. Die Erreichung der ursprünglichen, ehrgeizigen Ziele hätte erhebliche Investitionen erfordert, die derzeit nicht realistisch seien.
Das Unternehmen setzt sich nun das Ziel, die Treibhausgasemissionen der eigenen Betriebsabläufe (Scope 1 & 2) bis 2040 um 80 % zu reduzieren und ersetzt damit das frühere Ziel einer CO2-neutralen Produktion bis 2035. Das Zwischenziel einer Emissionsreduktion um 50 % wird von 2030 auf 2035 verschoben. Neste konzentriert sich nun ausschließlich auf absolute Emissionsminderungen im eigenen Betrieb und verzichtet auf die Nutzung von Emissionszertifikaten zur Zielerreichung. Zwei frühere Ziele bleiben unverändert: die Reduzierung der Emissionsintensität verkaufter Produkte während der Nutzungsphase um 50 % bis 2040 und die Unterstützung von Kunden bei der Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen um jährlich 20 Millionen Tonnen bis 2030.
CEO Heikki Malinen erklärte, dass die ursprünglichen Ziele mit der Umwandlung der Raffinerie in Porvoo in ein Zentrum für erneuerbare und zirkuläre Lösungen bis 2035 verbunden waren. Da sich die Zeitplanung für diese Transformation verzögert hat, wurden die Klimaziele neu bewertet, um ihre Ambition und Realisierbarkeit sicherzustellen. Malinen wies darauf hin, dass die aktuelle Finanzlage von Neste keine größeren Investitionen über die laufende Erweiterung der Raffinerie in Rotterdam hinaus zulasse. Er fügte hinzu, dass aufgrund der langen Vorlaufzeiten für Industrieprojekte die Zeitpläne für die Ziele unter den gegebenen Umständen angepasst werden müssten.
Kurzfristig wird Neste den Schwerpunkt auf Energieeffizienzmaßnahmen, operative Exzellenz und die Prüfung von Alternativen zu fossilem Wasserstoff legen. Die Pläne für die schrittweise Umwandlung der Raffinerie in Porvoo werden fortgesetzt, wobei der Zeitplan für die Umstellung auf erneuerbare und zirkuläre Rohstoffe von der Marktnachfrage, der Gesetzgebung und der technologischen Entwicklung abhängen wird. Malinen bekräftigte Neste's Engagement, Alternativen zu fossilen Brennstoffen anzubieten und zur Minderung des Klimawandels beizutragen, während gleichzeitig eine nachhaltige finanzielle Leistung gewährleistet wird.