Neste startet Testanlage für erneuerbaren Wasserstoff in Rotterdam
Die weltgrößte Hochtemperatur-Elektrolyse-Anlage für erneuerbaren Wasserstoff wurde in Neste's Raffinerie in Rotterdam in Betrieb genommen. Das Pilotprojekt zielt darauf ab, den Ersatz von fossilem Wasserstoff in Raffinerieprozessen zu demonstrieren.

Neste Oyj hat ein Demonstrationsprojekt zur Herstellung von erneuerbarem Wasserstoff in seiner Raffinerie in Rotterdam, Niederlande, gestartet. Im Rahmen des "MultiPLHY"-Projekts wurde die weltgrößte Hochtemperatur-Elektrolyse-Anlage (HTE) im Multi-Megawatt-Bereich erfolgreich in einem industriellen Umfeld in Betrieb genommen. Ziel ist es, den Einsatz von erneuerbarem Wasserstoff als Ersatz für fossilen Wasserstoff zu demonstrieren und somit die Treibhausgasemissionen in der Raffinerieindustrie zu reduzieren.
Die von dem deutschen Hersteller Sunfire gelieferte Elektrolyse-Anlage basiert auf der Festoxid-Elektrolyse (SOEC)-Technologie, die bei hohen Temperaturen von 850°C arbeitet. Diese Technologie ermöglicht die Produktion von über 60 kg erneuerbarem Wasserstoff pro Stunde. Hochtemperatur-Elektrolyseure benötigen aufgrund der Nutzung von Wärme signifikant weniger Strom als andere Elektrolyseverfahren, was die Energieeffizienz erhöht und die Produktionskosten senken kann.
Das MultiPLHY-Projekt ist eine Kooperation zwischen Neste, Sunfire, der französischen Forschungsorganisation CEA und dem Energieunternehmen ENGIE. Neste ist für die Integration der Anlage in die Raffinerieprozesse und die Überwachung des Betriebs in Zusammenarbeit mit Sunfire verantwortlich. Die CEA koordiniert das Projekt, während ENGIE die technisch-ökonomische Bewertung durchführt.
Das teilweise durch die "Clean Hydrogen Partnership" der EU finanzierte Projekt unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette zur Förderung von grünen Wasserstofftechnologien und zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks der Industrie.