Nestlé Biessenhofen: Agri-PV-Anlage und Wärmepumpen für Energiewende
Nestlé hat am Standort Biessenhofen eine neue Agri-Photovoltaik-Anlage (Agri-PV) eröffnet. Die Anlage kombiniert Stromerzeugung mit Landwirtschaft und Tierwohl und unterstützt die Energiewende am Werk.

Nestlé Deutschland AG hat am Standort Biessenhofen eine neue Agri-Photovoltaik-Anlage (Agri-PV) in Betrieb genommen. Die Anlage ist Teil der Strategie des Werks, die Energieversorgung durch Elektrifizierung und erneuerbare Energien zu gestalten und die Energieeffizienz zu steigern.
Die auf einer 4,74 Hektar großen Fläche nahe dem Werk errichtete „Cow-PV“-Anlage wurde gemeinsam mit dem Landwirt Gerhard Metz und dem Projektpartner BayWa r.e. realisiert. Mit einer installierten Leistung von 4,5 Megawatt Peak soll sie rechnerisch etwa ein Viertel des Strombedarfs des Nestlé Nutrition Werks decken. Dies entspricht ungefähr dem Jahresstromverbrauch von 2.000 Einfamilienhäusern.
Die Solarmodule sind in zwei Metern Höhe montiert, um den Rindern Schatten und Schutz zu bieten. Gleichzeitig bleibt die Fläche für die landwirtschaftliche Nutzung, einschließlich der Futtergewinnung und der Bewirtschaftung mit Traktoren, erhalten. Der vor Ort erzeugte Solarstrom speist unter anderem moderne Wärmepumpen an, die Prozessabwärme zur Wärmeversorgung nutzen und so den Erdgasverbrauch und CO2-Emissionen reduzieren.
Nestlé investierte rund 3 Millionen Euro in die Agri-PV-Anlage. Landwirt Metz errichtete im Gegenzug ein neues Stallgebäude für bis zu 50 Kühe mit automatischer Melktechnik. Die Anlage trägt zur Energieunabhängigkeit des Standorts bei und unterstützt die Ziele des Unternehmens im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie zur Erreichung von Netto-Null-Emissionen bis 2050.