Netflix und Sony erwägen Berichten zufolge Übernahme der Filmplattform Letterboxd
Die soziale Filmplattform Letterboxd prüft Berichten zufolge einen Verkauf, wobei große Unternehmen wie Netflix und Sony Pictures an frühen Gesprächen beteiligt sind.

Das soziale Film-Netzwerk Letterboxd prüft Berichten zufolge einen möglichen Verkaufsprozess. Sony Pictures hat sich angeblich zu einem ersten Treffen bereit erklärt, während die Plattform auch frühe Gespräche mit Netflix und Paramount geführt hat.
Auch die Private-Equity-Firmen RedBird Capital und TPG sowie Reddit-Mitbegründer Alexis Ohanian haben sich laut Berichten an Vorgesprächen beteiligt. Die Investmentbank LionTree soll den Prozess leiten, wobei potenzielle Käufer eine Bewertung von rund 250 Millionen US-Dollar erwägen.
Diese Bewertung stellt eine deutliche Steigerung gegenüber der letzten Transaktion von Letterboxd dar. Im Jahr 2023 erwarb die kanadische Holdinggesellschaft Tiny 60 Prozent des Unternehmens für eine Bewertung zwischen 50 und 60 Millionen US-Dollar. Die Mitbegründer von Letterboxd, Matthew Buchanan und Karl von Randow, halten die restlichen 40 Prozent und leiten das Unternehmen mit Sitz in Auckland weiterhin.
Letterboxd wurde 2011 von Webdesignern gegründet, die eine bessere Möglichkeit zur Verfolgung von Filmen suchten. Im Juni überschritt die Plattform 30 Millionen Mitglieder. Nutzer protokollieren gesehene Filme, erstellen Watchlists, bewerten Filme und veröffentlichen Rezensionen für Kinostarts und Streaming-Veröffentlichungen. Experten zufolge erwirbt ein Käufer eine Medienmarke, ein soziales Netzwerk und ein Werkzeug zur Zielgruppenforschung, das strategische Einblicke in die Sehgewohnheiten der Konsumenten bietet.