Neurologe: Schnelles Gehen kann Gehirngesundheit verbessern
Eine Studie des Albert Einstein College of Medicine legt nahe, dass ein schnelles Gehtempo mit besserer kognitiver Widerstandsfähigkeit bei älteren Erwachsenen verbunden ist.

Forschung des Albert Einstein College of Medicine hat einen starken Zusammenhang zwischen Gehgeschwindigkeit und kognitiver Gesundheit aufgedeckt. Die in der Fachzeitschrift Neurology veröffentlichte Studie ergab, dass Personen in ihren 80ern, die ein deutlich schnelleres Gehtempo aufrechterhalten und als „Super Movers“ bezeichnet werden, geistig fitter bleiben als ihre langsameren Altersgenossen.
Die Untersuchung analysierte Daten von fast 4.000 älteren Erwachsenen, die an der Langzeitstudie zur Alterung namens LonGenity teilnahmen. Die Teilnehmer absolvierten einen zeitgesteuerten Gehtest. Die schnellsten neun Prozent, die als „Super Movers“ eingestuft wurden, zeigten eine etwa 50 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit, kognitive Beeinträchtigungen zu entwickeln.
Bemerkenswerterweise zeigten selbst „Super Movers“ mit Demenz-assoziierten Gehirnpathologien eine bessere kognitive Funktion im Vergleich zu ihren langsameren Altersgenossen. Dies deutet darauf hin, dass schnelle Geher widerstandsfähigere Mechanismen besitzen, die die Gehirnfunktion trotz zugrunde liegender Krankheiten unterstützen.
Die Forscher gehen davon aus, dass der Zusammenhang zwischen Gehgeschwindigkeit und Gehirngesundheit wahrscheinlich früher beginnt, möglicherweise im mittleren Lebensalter, obwohl sich die Studie auf ältere Teilnehmer konzentrierte. Die Ergebnisse unterstreichen die potenziellen Vorteile des zügigen Gehens für das langfristige kognitive Wohlbefinden.