Neue Hochschule für Ingenieurwesen verzichtet auf Campus-Extras
Das Greenway Institute plant die Eröffnung eines Campus in Montpelier, Vermont, im Herbst 2027. Die Hochschule konzentriert sich ausschließlich auf Ingenieurwissenschaften und zielt darauf ab, Kosten durch den Wegfall von Zusatzleistungen zu senken.

Das Greenway Institute plant die Eröffnung seines ersten Campus in Montpelier, Vermont, im Herbst 2027. Die Hochschule wird sich ausschließlich auf Ingenieurwissenschaften konzentrieren und praktische, erfahrungsbasierte Bildung über traditionelle Vorlesungen stellen.
Die Initiative soll der aktuellen Krise der Hochschulbildung begegnen, die durch steigende Studiengebühren und hohe Studentenschulden gekennzeichnet ist. Greenway will die Kosten senken, indem nicht-akademische Elemente wie Studentenclubs, Sportanlagen und Mensen gestrichen werden. Das Modell integriert anspruchsvolles Studium mit praktischer Arbeitserfahrung.
„Wir schaffen eine neue Art von Hochschule, die sich um das organisiert, was für die jungen Menschen, von denen wir hören, am wichtigsten ist: Unterstützung und Mentoring von Menschen mit tiefgreifender Erfahrung, eine enge Gemeinschaft, Möglichkeiten, Risiken einzugehen und es erneut zu versuchen, arbeitsintegriertes Lernen, ein schlankes Design, das es uns ermöglicht, sehr präsent zu sein, ohne enorme Kosten“, erklärte Rebecca Holcombe, Mitgründerin und ehemalige Bildungsministerin von Vermont, per E-Mail. Das Programm soll für jeden ausgegebenen Dollar einen erheblichen Mehrwert bieten.
Die Studenten werden ihre ersten beiden Jahre auf dem Campus verbringen und die folgenden beiden Jahre in Vollzeit-Anstellungen an Arbeitsplätzen, während sie weiterhin Unterstützung von der Fakultät erhalten. In diesen letzten beiden Jahren werden die Studenten voraussichtlich etwa 50.000 US-Dollar pro Jahr verdienen. Diese Struktur soll dazu führen, dass die Absolventen nur minimale oder keine Studentenschulden haben, wobei die jährlichen Studiengebühren auf 25.000 US-Dollar geschätzt werden, was deutlich unter dem nationalen Durchschnitt liegt.
Ein Pilotprogramm mit vier Studenten im Frühjahr 2025 zeigte die Machbarkeit des Modells. Die Teilnehmer befassten sich mit Projekten wie dem Bau von Windkraftanlagen und Ampeln. Das Feedback deutete darauf hin, dass das Fehlen traditioneller Campus-Annehmlichkeiten die Studentenbindung oder das Lernen nicht beeinträchtigte, da sie gemeinsam Mahlzeiten zubereiteten und eigene Aktivitäten organisierten, wodurch Fähigkeiten im Zeitmanagement und in der Budgetierung gefördert wurden.