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Verbraucher

EU-Verordnung 2026: Strengere Regeln für Gebrauchtwagenverkauf?

Eine geplante EU-Verordnung könnte ab 2026 den Verkauf von Gebrauchtwagen nur noch mit gültiger Hauptuntersuchung oder technischem Gutachten erlauben, was Verkäufer und Käufer betrifft.

15. Juni 2026
EU-Verordnung 2026: Strengere Regeln für Gebrauchtwagenverkauf?

Ab frühestens 2026 könnten neue EU-Vorgaben den Verkauf von Gebrauchtwagen stärker reglementieren. Laut einer geplanten Altfahrzeugverordnung (End-of-Life Vehicles, ELV) müssten Fahrzeuge möglicherweise künftig mit einem Nachweis über eine gültige Hauptuntersuchung (HU) oder einem alternativen technischen Gutachten verkauft werden. Dies würde sowohl für private als auch für gewerbliche Verkäufer neue Pflichten mit sich bringen.

Nach einer vorläufigen Einigung zwischen Europäischem Parlament und Rat im Dezember steht die formelle Annahme und das Inkrafttreten der Verordnung noch aus. Aktuelle Meldungen, die besagen, dass ab dem 1. Januar 2026 keine Gebrauchtwagen mehr ohne gültige HU verkauft werden dürfen, entbehren bislang einer rechtlichen Grundlage. Eine Umsetzung der Verordnung wird realistisch frühestens Ende 2026 oder 2027 erwartet.

Ziel der Verordnung ist es, Umweltstandards zu verbessern, den illegalen Export von Schrottfahrzeugen zu unterbinden, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Käufer besser vor versteckten Mängeln zu schützen. Verkäufer wären demnach verpflichtet, die Fahrtüchtigkeit des Fahrzeugs durch einen Nachweis zu belegen. Käufer müssten diesen Nachweis prüfen, was zu höherer Transparenz und Sicherheit beim Gebrauchtwagenkauf führen könnte.

Für Verkäufer könnte dies mit zusätzlichem Aufwand und Kosten verbunden sein, etwa durch die Nachholung einer HU oder die Erstellung eines Gutachtens. Gewerbliche Händler könnten zudem einer Aufbewahrungspflicht für die Nachweise unterliegen. Eine Ausnahme von diesen Regelungen könnte möglicherweise für rein private Verkäufe gelten, die nicht online abgewickelt werden und keinen gewerblichen Hintergrund haben.

Originalquelle: huk.de