EU-weite Neuregelung beendet Zusatzgebühren für Familiensitzplätze
Künftig dürfen Fluggesellschaften in der EU keine Aufpreise mehr verlangen, wenn Eltern neben ihren Kindern sitzen möchten. Die Neuregelung tritt spätestens im Juli 2027 in Kraft.
Die EU hat sich auf neue Fluggastrechte geeinigt, die die Praxis vieler Airlines beenden, zusätzliche Gebühren für die Sitzplatzwahl bei Familien zu verlangen. Künftig haben Eltern Anspruch darauf, neben Kindern unter 14 Jahren platziert zu werden, ohne dass die Airline dafür einen Aufpreis berechnen darf. Diese Regelung gilt gleichermaßen für schwangere Reisende sowie für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und deren Begleitpersonen.
Die Entscheidung folgt einer langjährigen Debatte über intransparente Preisstrukturen bei Fluggesellschaften, insbesondere im Low-Cost-Segment. Bisher mussten Familien oft für eine Sitzplatzreservierung zahlen, um sicherzustellen, dass Kinder nicht isoliert von ihren Eltern reisen. Durch die neuen Vorschriften soll diese Praxis unterbunden werden.
Die Umsetzung der neuen Richtlinie ist für Juli 2027 vorgesehen, da den Airlines eine einjährige Frist zur Anpassung eingeräumt wurde. Wie der ADAC betont, bleiben daneben andere Reiseformalitäten bestehen: So sollten Erziehungsberechtigte bei allein reisenden Minderjährigen weiterhin rechtzeitig für die notwendigen Reisevollmachten sorgen, um Grenz- oder Abfertigungsprobleme zu vermeiden.