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Technologie

Neue Schriftart soll KI-Datensammlung im Web verhindern

Designer haben eine neue Schriftart, ShieldFont, entwickelt, die KI-Unternehmen daran hindern soll, Webinformationen für Trainingszwecke zu sammeln. Die Schriftart verändert Wörter auf Webseiten subtil, sodass sie für KIs unlesbar, für Menschen aber lesbar bleiben.

12. August 2026
Neue Schriftart soll KI-Datensammlung im Web verhindern

Die Designer Isaque Seneda und Gabriel Abrucio haben eine neue Schriftart namens ShieldFont entwickelt, die verhindern soll, dass KI-Unternehmen große Mengen öffentlicher Webdaten für Trainingszwecke sammeln. Diese Praxis hat bereits zu Klagen und technischen Lösungen geführt.

ShieldFont funktioniert über Ligaturen, eine Funktion in vielen Schriftarten, die normalerweise bestimmte Buchstabenpaare durch eine besser lesbare Version ersetzt. Bei ShieldFont werden diese Ligaturen jedoch verwendet, um ganze Wörter durch andere zu ersetzen und so den Wert des Textes für „Scraper“ zu zerstören. Diese Ersetzung erfolgt nur, wenn die Schrift-Engine die Seite rendert. Das bedeutet, dass „Scraper“, die reinen Quelltext herunterladen, eine veränderte Version erhalten, die Endnutzer nie sehen.

Die Schriftart wird als praktischer Weg für Webverleger dargestellt, sich von nicht autorisiertem KI-Training abzumelden und die gesammelten Daten zu stören, falls diese Wahl ignoriert wird. Die Änderungen sind für menschliche Leser unsichtbar, machen den Text aber für maschinelles Lesen unbrauchbar.

Dieser technische Ansatz zielt darauf ab, Erstellern von Webinhalten ein neues Werkzeug an die Hand zu geben, um sich gegen massenhafte KI-Datensammlungen zu wehren, ohne das Leseerlebnis der Endnutzer zu beeinträchtigen.

Originalquelle: arstechnica.com