Neues Wohnungsbaugesetz könnte Bauwesen umgestalten – Realtor.com-Bericht identifiziert Schlüsselstädte
Ein neues US-Gesetz zielt darauf ab, den Bau von bezahlbarem Wohnraum durch Bürokratieabbau zu beschleunigen. Ein Bericht von Realtor.com analysiert, wie die Gesetzgebung lokale Wohnungspolitiken verändern wird.

Das 21st Century ROAD to Housing Act, das kürzlich in den Vereinigten Staaten in Kraft getreten ist, zielt darauf ab, den Bau von bezahlbarem Wohnraum durch den Abbau von bürokratischen Hürden zu beschleunigen. Ein neuer Bericht von Realtor.com analysiert die potenziellen Auswirkungen dieser Änderungen auf die lokale Wohnungspolitik im ganzen Land.
Die überparteiliche Gesetzgebung adressiert die Wohnkrise auf vielfältige Weise. Sie ermöglicht die Verwendung von vorab genehmigten Hausdesigns zur Beschleunigung des Genehmigungsverfahrens, stärkt kommunale und ländliche Banken mit Fokus auf lokale Kreditvergabe und modernisiert Programme innerhalb des Ministeriums für Wohnungsbau und Stadtentwicklung (HUD).
Eine bemerkenswerte Änderung betrifft ein HUD-Programm, das Bundesmittel zur Unterstützung von Gemeinden bei der Erhöhung des Angebots an bezahlbarem Wohnraum bereitstellt. Historisch gesehen wurden diese Mittel für Infrastruktur, wirtschaftliche Entwicklung und öffentliche Dienstleistungen verwendet. Das neue Gesetz erlaubt die direkte Verwendung dieser Mittel für den Bau neuer bezahlbarer Wohnungen. Städte, die ihr Wohnungsangebot erhöhen, qualifizieren sich für höhere Fördermittel, während Städte, die dies nicht tun, möglicherweise niedrigere Zuweisungen erhalten.
Realtor.com stellte fest, dass zwar Großstädte wie New York, Chicago und Los Angeles beträchtliche Fördermittel erhalten, die Auswirkungen des neuen Gesetzes jedoch aufgrund des geringen Anteils der Fördermittel am Gesamtbudget begrenzt sein könnten. Kleinere Städte wie Camden, New Jersey, und Saginaw, Michigan, könnten hingegen eine deutlichere Wirkung erfahren, da diese Bundesmittel einen größeren Anteil ihrer lokalen Budgets ausmachen. Städte wie Milwaukee, Detroit und Cleveland, in denen der Neubau von Wohnungen minimal ist und die CDBG-Mittel einen relativ wichtigen Teil des städtischen Haushalts ausmachen, werden als potenzielle Hauptnutznießer identifiziert.
Joel Berner, Senior Economist bei Realtor.com, erklärte, dass die gezielte Lenkung von Anreizen auf Gebiete mit der geringsten Bautätigkeit die Entwicklung dort vorantreiben könnte, wo sie am dringendsten benötigt wird. Er wies darauf hin, dass die entscheidende Herausforderung darin besteht, ob Städte Regulierungsbarrieren abbauen und den Bau erleichtern können. Berner schlug vor, dass der Kongress möglicherweise die finanziellen Anreize erhöhen muss, wenn das Programm breitere Veränderungen bewirken soll.