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Gesundheit

Neue Malaria-Werkzeuge retteten eine Million Leben – Fortschritt durch Resistenz bedroht

Neue Präventionswerkzeuge gegen Malaria retteten schätzungsweise eine Million Leben im Jahr 2024, doch der Fortschritt wird durch zunehmende Medikamentenresistenz bedroht, während die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr stiegen.

27. Juni 2026
Neue Malaria-Werkzeuge retteten eine Million Leben – Fortschritt durch Resistenz bedroht

Neue Präventionswerkzeuge gegen Malaria, darunter Moskitonetze mit doppelter Wirkstoffladung und WHO-empfohlene Impfstoffe, haben schätzungsweise eine Million Leben im Jahr 2024 gerettet und rund 170 Millionen Fälle weltweit verhindert. Der jährliche Weltmalariabericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hebt hervor, dass diese Werkzeuge zunehmend in breitere Gesundheitssysteme integriert werden.

Seit die WHO 2021 die ersten Malariasekungen der Welt zugelassen hat, haben 24 Länder sie in ihre routinemäßigen Impfprogramme aufgenommen. Auch die saisonale Malariachemoprävention wurde ausgebaut und erreichte 2024 54 Millionen Kinder in 20 Ländern. Deutliche Fortschritte wurden auch bei der Malariaeliminierung erzielt, mit 47 Ländern und einem Territorium, die von der WHO als malariafrei zertifiziert wurden.

Trotz dieser Erfolge gab es im Jahr 2024 schätzungsweise 282 Millionen Malariainfektionen, eine Zunahme von etwa 9 Millionen gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Todesfälle lag bei rund 610.000, wobei schätzungsweise 95 % davon in der afrikanischen Region der WHO auftraten, hauptsächlich bei Kindern unter fünf Jahren. Eine zentrale Sorge ist die wachsende Bedrohung durch Resistenzen gegen Malariamedikamente, die die Bemühungen zur Eliminierung der Krankheit behindern.

„Neue Werkzeuge zur Malariaprävention geben uns neue Hoffnung, aber wir stehen immer noch vor erheblichen Herausforderungen“, sagte WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus. Er betonte, dass steigende Fallzahlen, die Bedrohung durch Medikamentenresistenzen und Kürzungen der Finanzierung den erzielten Fortschritt rückgängig machen könnten. Er stellte jedoch fest, dass diese Herausforderungen mit entsprechender Führung und gezielten Investitionen zu bewältigen sind.

Der Bericht beschreibt wachsende Bedenken hinsichtlich der Resistenz gegen Artemisinin-Derivate, eine Säule der Malariabehandlung. Resistenzen wurden in mindestens acht afrikanischen Ländern bestätigt oder vermutet. Darüber hinaus erschweren Insektenresistenzen gegen Moskitonetze und die Ausbreitung invasiver Arten wie Anopheles stephensi die Bekämpfung. Extremwetterereignisse und anhaltende Konflikte tragen ebenfalls zu erhöhten Malariaausbrüchen bei.

Originalquelle: who.int