Neue Analysemethode ermöglicht zehnfach genauere Bestimmung von Mineralölrückständen in Lebensmitteln
Wissenschaftler in Deutschland haben eine neue, präzisere Methode zur Bestimmung von Mineralölrückständen in Lebensmitteln entwickelt. Die Methode erlaubt den Nachweis von Rückständen bis zu einem Milligramm pro Kilogramm Speiseöl und Fett.

Wissenschaftler des Max Rubner-Instituts (MRI) haben in Zusammenarbeit mit dreizehn internationalen und deutschen Laboren eine neue, genauere Methode zur Bestimmung von Mineralölkohlenwasserstoff-Rückständen in Lebensmitteln entwickelt. Diese Methode ermöglicht den Nachweis von Rückständen in Speiseölen und Fetten bis zu einer Konzentration von einem Milligramm pro Kilogramm, was einer Verzehnfachung der bisherigen Nachweisgrenze entspricht.
Die bisherige, normierte Analysemethode wird bis zu einer Konzentration von zehn Milligramm pro Kilogramm empfohlen. Angesichts der Bemühungen von Lebensmittelherstellern, die Gehalte weiter zu minimieren, wird diese Nachweisgrenze als unzureichend angesehen. Die neue Methode verbessert die Präzision und Vergleichbarkeit der Ergebnisse erheblich, was eine gezieltere Untersuchung von Eintragspfaden ermöglicht und zur weiteren Erhöhung der Lebensmittelsicherheit beiträgt.
Dr. Gerhard Brankatschk, Geschäftsführer des OVID Verbandes der ölsaatenverarbeitenden Industrie und Koordinator des Projekts, betonte, dass die verfeinerte Analyse ein präziseres Werkzeug zur Untersuchung ungeklärter Einträge darstellt. Dies fördert eine sachliche und risikoorientierte Verbesserung der Lebensmittelsicherheit und erhöht die Transparenz für die Verbraucher. Die Methode wurde von der Deutschen Gesellschaft für Fettwissenschaft (DGF) und dem Deutschen Institut für Normung (DIN) als standardisierte Analysemethode angenommen.
Die neue Analysemethode hat bereits internationale Anerkennung gefunden, und das Europäische Komitee für Normung (CEN) hat Arbeiten zur Etablierung internationaler Standards begonnen. Brankatschk lobte dies als Beleg für exzellente Forschungsarbeit in Deutschland, die durch die Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ermöglicht wurde.