Neue Umfrage: Kamala Harris führt vor Gavin Newsom im hypothetischen Demokraten-Vorwahlkampf
Eine neue Umfrage zeigt, dass die frühere Vizepräsidentin Kamala Harris mit deutlichem Vorsprung vor dem kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom im hypothetischen Rennen der Demokraten um die Präsidentschaft 2028 liegt. Ein Experte äußert jedoch Bedenken.

Innerhalb der Demokratischen Partei laufen die Spekulationen über mögliche Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2028 auf Hochtouren. Eine aktuelle Umfrage von Noble Predictive Insights Anfang Juni platziert die ehemalige Vizepräsidentin Kamala Harris an die Spitze des parteiinternen Feldes.
Harris erhielt in der Erhebung 27 Prozent der hypothetischen Stimmen, während der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, 14 Prozent erreichte. Auch der frühere Verkehrsminister Pete Buttigieg und die Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez erzielten messbare Unterstützung. An der Umfrage nahmen 1.013 Demokraten teil, die Fehlermarge beträgt 1,93 Prozent.
Der Politikwissenschaftler Grant Davis Reeher von der Syracuse University mahnt jedoch zur Vorsicht. Er vermutet, dass aktuelle Führungen in Umfragen noch stark von Bekanntheit und der früheren Präsidentschaftskandidatur getrieben sein könnten. Reeher sieht Harris kritisch als potenzielle Kandidatin für die Demokraten. Als Gründe nennt er ihre Niederlage gegen Trump im Jahr 2024, "politisches Gepäck" aus Kalifornien und vermiedene Fehler im Wahlkampf.
Formell hat bisher kein Kandidat seine Kandidatur angekündigt. Die Umfrageergebnisse stellen somit hypothetische Szenarien dar, geben aber Einblicke in mögliche Konstellationen innerhalb der Demokratischen Partei.