Neue Satellitenkonstellation zur Überwachung von Weltraumschrott
Ein chinesischer Raketenstart brachte den Xingyan-Satelliten in die Umlaufbahn, um Weltraummüll zu verfolgen und das Verkehrsmanagement im Orbit zu verbessern.
Vom Raumfahrtbahnhof Jiuquan startete eine Ceres-2-Trägerrakete und brachte vier Satelliten, darunter das Xingyan-System, in den Orbit. Im Gegensatz zu herkömmlichen Erdbeobachtungssatelliten ist Xingyan darauf spezialisiert, andere Raumfahrzeuge und insbesondere Weltraumschrott zu beobachten.
In niedrigen Erdumlaufbahnen befinden sich schätzungsweise eine Million Trümmerteile im Größenbereich von 1 bis 10 Zentimetern, die eine erhebliche Gefahr für die aktive Satelliteninfrastruktur darstellen. Da die Beobachtung von der Erde aus durch Wetter und geografische Lage begrenzt ist, soll das Xingyan-System eine kontinuierliche Überwachung aus dem All ermöglichen.
Der Satellit nutzt optische Sensoren, um das von Weltraummüll reflektierte Sonnenlicht zu erfassen, Flugbahnen zu berechnen und die Objekte in einer Datenbank zu katalogisieren. Das Projekt ist als schrittweise aufgebaute Konstellation geplant, die langfristig bis zu 156 Satelliten umfassen soll.