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Wissenschaft

Neues Warnsystem für Haiangriffe bundesweit genehmigt

Bundesgesetzgebung namens „Lulus Gesetz“ erlaubt nun Handywarnungen bei Haiangriffen, inspiriert von der schweren Attacke auf eine Teenagerin. Alabama hatte zuvor ein ähnliches System genehmigt.

2. Juli 2026
Neues Warnsystem für Haiangriffe bundesweit genehmigt

Ein neues Bundesgesetz in den Vereinigten Staaten erlaubt nun den Versand von Notfallwarnungen an Mobiltelefone, wenn ein Haiangriff in einem Strandbereich stattfindet. Die Gesetzgebung, bekannt als „Lulus Gesetz“, wurde durch einen schweren Haiangriff in Florida im Jahr 2024 ausgelöst, bei dem die 15-jährige Luhana Gribbin lebensbedrohlich verletzt wurde und ihre linke Hand sowie Teile ihres rechten Beins verlor.

Das Gesetz verpflichtet die Federal Communications Commission (FCC), diese Notfallnachrichten zu gestatten. Obwohl es sich um ein Bundesgesetz handelt, liegt die Umsetzung solcher Warnungen bei den einzelnen Bundesstaaten. Gribbins Heimatstaat Alabama hatte bereits im vergangenen Jahr die Genehmigung eines ähnlichen Warnsystems veranlasst. Gribbin selbst setzte sich für die Gesetzgebung ein.

Gribbin erklärte, dass das System ähnlich wie Amber Alerts für entführte Kinder funktionieren würde. „Es ist eine vernünftige Gesetzgebung. Sie besagt, dass immer dann, wenn ein Haiangriff in einem bestimmten Gebiet stattgefunden hat, in dem Sie sich befinden, eine Warnung an Ihr Telefon gesendet wird“, sagte sie. Sie äußerte die Hoffnung, dass das System dazu beitragen wird, zukünftige Angriffe zu verhindern und Leben zu retten.

Haiangriffe bleiben seltene Ereignisse, obwohl Haie in US-Gewässern vorkommen. Laut Gavin Naylor, Direktor des Haiforschungsprogramms des Florida Museum of Natural History, gibt es weltweit jährlich zwischen 60 und 80 dokumentierte, unprovozierte Bisse. Mehrere Angriffe am selben Tag in unmittelbarer Nähe sind außergewöhnlich selten und werden oft auf Umweltfaktoren zurückgeführt, wie z. B. Köderfischschwärme in Küstennähe oder trübes Wasser, das Haie dazu verleiten kann, Menschen mit Beute zu verwechseln.

Originalquelle: fastcompany.com