Studie zeigt Wissenslücken bei der Vorsorge für Langzeitpflege
Nur 10 Prozent der Erwachsenen über 50 sind über die Kosten der Langzeitpflege informiert. Das Certification for Long-Term Care (CLTC) reagiert mit einer neuen Videoreihe.

Eine aktuelle Studie des Leading Age LTSS Center der UMass Boston offenbart gravierende Wissenslücken bei der Finanzierung von Langzeitpflege. Bei einer Umfrage unter 1 200 Kaliforniern über 50 Jahren gaben nur 18 Prozent korrekt an, dass die Kosten für langfristige Pflege überwiegend privat getragen werden müssen. Etwa 43 Prozent der Befragten gingen fälschlicherweise davon aus, dass Medicare oder Zusatzversicherungen die Kosten vollständig übernehmen würden.
Um dieser Wissenslücke entgegenzuwirken, hat das Certification for Long-Term Care (CLTC) die Videoreihe "When Life Has Other Plans" veröffentlicht. Die Beiträge dokumentieren anhand von Fallbeispielen, welche finanziellen und persönlichen Belastungen auf Familien zukommen, wenn keine entsprechende Vorsorge getroffen wurde. Berichtet wird unter anderem von rapidem Vermögensverlust bei Demenzfällen oder unvorhergesehenen Kosten bei Schlaganfällen.
CLTC-Geschäftsführerin Amber Pate betont, dass eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema entscheidend sei, um Familien vor Krisenentscheidungen zu bewahren. Das Ziel sei es, Betroffenen mehr Kontrolle über den Ort und die Art der Pflege zu geben und die Angehörigen zu entlasten.
Die Organisation CLTC, die Finanzexperten im Bereich der Langzeitplanung schult, sieht in den dokumentierten Geschichten einen Weckruf. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer proaktiven Strategie, da nur ein kleiner Teil der betroffenen Altersgruppe die tatsächliche Wahrscheinlichkeit und die finanziellen Folgen einer Langzeitpflege realistisch einschätzt.