Neue Studie: HPV-Impfung senkt Sterblichkeit bei Gebärmutterhalskrebs bei jungen Frauen
Eine aktuelle Studie im The Lancet zeigt signifikante Auswirkungen der HPV-Impfung auf die Sterblichkeit bei Gebärmutterhalskrebs. Bei der jüngsten Kohorte wurden über fünf Jahre keine Todesfälle verzeichnet.

Eine neue Studie, veröffentlicht im The Lancet, unterstreicht die signifikanten Auswirkungen der HPV-Impfung auf die Reduzierung von Todesfällen durch Gebärmutterhalskrebs.
Die Forschung verfolgte Todesfälle durch Gebärmutterhalskrebs in England zwischen 2001 und 2024. In der Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen, von denen 90 Prozent geimpft waren, wurden über einen Fünfjahreszeitraum keine Todesfälle durch Gebärmutterhalskrebs gemeldet. Die meisten Frauen in dieser jüngsten Gruppe wurden im Alter von 12 oder 13 Jahren geimpft.
Der leitende Forscher Peter Sasieni bezeichnete die Ergebnisse als "augenöffnend" und gab an, dass er keine Null-Todesfälle über fünf Jahre erwartet hätte. Er betonte den erheblichen Nutzen der Impfung für die öffentliche Gesundheit.
Die Studie beobachtete auch eine bemerkenswerte Reduzierung der Krebsrisiken und Todesfälle in der Altersgruppe der 25- bis 29-Jährigen. Die ältere Kohorte, 30- bis 34-Jährige, hatte geringeren Zugang zur Impfung oder weniger Wissen darüber, was zu einem geringeren Rückgang der Sterblichkeit im Vergleich zu jüngeren Gruppen führte. Sasieni schätzte, dass die Todesfälle durch Gebärmutterhalskrebs um mindestens 80 Prozent reduziert wurden.
Obwohl die Ergebnisse sehr ermutigend sind, warnte Sasieni, dass die Studie beobachtend ist. Er merkte an, dass möglicherweise einige Todesfälle auftreten könnten, sobald Daten für 2025 verfügbar sind, bekräftigte aber die unbestreitbare Bedeutung der Impfung für die öffentliche Gesundheit.