Neue Studie: Mehr REM-Schlaf senkt Risiko für 83 Krankheiten
Eine Studie mit fast 95.000 Teilnehmern zeigt, dass mehr REM-Schlaf und tiefer Schlaf mit einem deutlich geringeren Risiko für eine breite Palette von Erkrankungen, einschließlich Herzinsuffizienz und Demenz, verbunden sind.

Eine umfassende Studie mit fast 95.000 Teilnehmern, veröffentlicht in PLOS Medicine, hat einen starken Zusammenhang zwischen der Menge des REM-Schlafs und dem Risiko für verschiedene Gesundheitsprobleme aufgedeckt. Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass mehr REM-Schlaf mit einem reduzierten Risiko für 83 verschiedene Erkrankungen verbunden ist, darunter Herzinsuffizienz, Demenz und Parkinson.
Laut den Forschern verbringen Personen, die die empfohlenen 6 bis 8 Stunden pro Nacht schlafen, etwa 22 Prozent ihrer Schlafzeit im REM-Stadium. Dies entspricht rund 90 Minuten REM-Schlaf bei sieben Stunden Schlaf und unterstreicht dessen Bedeutung für die kognitive Funktion und Erholung.
Auch der Tiefschlaf wurde als entscheidender Faktor identifiziert. Längere Tiefschlafphasen wurden mit einem geringeren Risiko für sieben spezifische Zustände in Verbindung gebracht, darunter Typ-2-Diabetes und schwere depressive Störungen. Im gesunden Schlafbereich verbringen Personen etwa 27 Prozent ihrer Schlafzeit im Tiefschlaf, was 1,5 bis 2 Stunden pro Nacht entspricht.
Diese Ergebnisse ergänzen frühere Forschungen, die die Bedeutung von Schlafqualität und -quantität für die allgemeine Gesundheit hervorheben. Mehrere Studien haben bereits gezeigt, dass ausreichender Schlaf (7-9 Stunden) die Sterblichkeitsrate senkt und die kognitive Leistungsfähigkeit verbessert. Die Regelmäßigkeit des Schlafverhaltens, wie z. B. konsistente Schlafens- und Aufwachzeiten, könnte sogar ein stärkerer Indikator für die Sterblichkeit sein als die Gesamtschlafdauer.
Die Studie betont die doppelte Bedeutung von ausreichend REM- und Tiefschlaf für die Krankheitsprävention und die Aufrechterhaltung der langfristigen Gesundheit. Personen, die konsequent weniger als sechs Stunden pro Nacht schlafen, sind einer erheblich erhöhten klinischen Anfälligkeit ausgesetzt.