Neue Studie enthüllt Doppelschraube im Narwalzahn
Eine neue Studie hat zwei eingebettete Spiralen im Stoßzahn des Narwals identifiziert. Diese Entdeckung liefert neue Einblicke in die einzigartige Anatomie des arktischen Meeressäugers.

Eine neue wissenschaftliche Veröffentlichung im Journal Nature Communications hat eine unerwartete innere Struktur im Stoßzahn des Narwals aufgedeckt. Bisher ging man davon aus, dass der Stoßzahn nur eine einzige, nach links gerichtete Spirale aufweist.
Die Forschung hat jedoch eine zweite, innere Spirale identifiziert, die in die entgegengesetzte Richtung orientiert ist. Diese doppelte Spiralstruktur war bisher unbemerkt geblieben.
Der Stoßzahn des Narwals ist tatsächlich der linke obere Eckzahn von männlichen Narwalen, der im Alter von etwa zwei bis drei Jahren durch die Lippe bricht und Längen von 1,5 bis 2 Metern erreicht. Einige Männchen können zwei Stoßzähne entwickeln, während sie in seltenen Fällen auch gar keine haben können.
Es herrscht ein allgemeiner wissenschaftlicher Konsens darüber, dass sich diese Stoßzähne wahrscheinlich durch sexuelle Selektion als Zeichen des sozialen Status entwickelt haben. Sie sind nicht überlebenswichtig, da Weibchen normalerweise keine Stoßzähne entwickeln oder deutlich kleinere haben, obwohl sie im Allgemeinen länger leben als Männchen. Die genaue Funktion des Stoßzahns ist jedoch nach wie vor Gegenstand erheblicher Debatten.
Diese Entdeckung einer komplexeren inneren Struktur könnte zu einem tieferen Verständnis der Narwal-Evolution und der potenziellen Funktion des Stoßzahns führen, obwohl sein endgültiger Zweck weiterhin erforscht wird.