Neue Studie: Schwache Kontakte fördern Karriereentwicklung
Eine umfassende Studie zeigt, dass Kontakte, mit denen man seltener interagiert, mehr Karrieremöglichkeiten bieten als enge Beziehungen. Diese "schwachen Bindungen" können neue Informationen liefern und die berufliche Mobilität fördern.

Eine umfassende, über fünf Jahre laufende Studie mit mehr als 20 Millionen Teilnehmern zeigt, dass sogenannte „schwache Bindungen“ – Kontakte, mit denen die Interaktion seltener stattfindet – entscheidend für die Karriereentwicklung und den Arbeitsplatzwechsel sind.
Wie „schwache Bindungen“ die Karriere fördern: Laut der Studie sind diese seltener anzutreffenden Personen oft besser über den Markt informiert und eröffnen Türen zu neuen Möglichkeiten, die engere Kontakte möglicherweise nicht erreichen. Sie können Informationen über offene Stellen oder wertvolle Ratschläge zur Förderung des Karrierewegs liefern.
Die ursprünglich in der Fachzeitschrift Science veröffentlichte Studie ergab, dass Personen mit mehr schwachen Bindungen in ihrem Netzwerk eine höhere Karriere-Mobilität aufwiesen. Diese weniger intimen Verbindungen sind oft besser über Informationen, Arbeitsmärkte und Perspektiven informiert, die Personen innerhalb ihres inneren Kreises möglicherweise verpassen, und erleichtern so Bewerbungen und Jobwechsel.
Über die Mobilität hinaus ist die Pflege schwacher Bindungen mit greifbaren Karrierenvorteilen verbunden. Studien, die in Fachzeitschriften wie dem American Journal of Sociology veröffentlicht wurden, legen nahe, dass Personen mit breiteren Netzwerken tendenziell höhere Gehälter erzielen, bessere Leistungsbeurteilungen erhalten und mehr Beförderungen sichern. Diese vielfältigen Verbindungen fördern auch die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Denkweisen, was zu besseren Ideen und einem erhöhten wahrgenommenen Wert führt.
Die Ergebnisse ermutigen zum proaktiven Aufbau von Netzwerken. Strategien umfassen die Interaktion mit neuen Personen, die Wiederaufnahme von Kontakten zu ruhenden Bekanntschaften und die Aufrechterhaltung gelegentlicher, anspruchsloser Kommunikation. Die Forschung betont, dass der Aufbau und die Pflege dieser schwächeren Verbindungen, bevor sie benötigt werden, der Schlüssel zur Aufrechterhaltung eines robusten und erweiterten beruflichen Netzwerks sind.