Neue Yale-Studie zeigt kostengünstige Methode zur Entfernung von "Ewigkeitschemikalien" aus Ackerland
Forscher der Yale University haben eine neue Methode entwickelt, um persistente PFAS-Chemikalien kosteneffektiv aus Ackerland zu entfernen. Der Prozess kombiniert den Anbau von Pflanzen mit der Zugabe von Gesteinsmehl.

Wissenschaftler der Yale University haben eine neuartige, kostengünstige Methode zur Sanierung von Ackerland vorgestellt, das mit PFAS, den sogenannten "Ewigkeitschemikalien", kontaminiert ist. Diese Verbindungen, die oft durch die jahrzehntelange Ausbringung von Klärschlamm als Dünger eingebracht wurden, stellen erhebliche Gesundheits- und Umweltrisiken dar.
Die in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichte Studie beschreibt einen Ansatz, bei dem gezielt Pflanzen wie Hanf und Sonnenblumen angebaut werden, die dafür bekannt sind, PFAS schnell aufzunehmen. Dem Boden wird zudem zerstoßenes alkalisches Gestein zugesetzt, um den pH-Wert zu erhöhen und die Aufnahme der Chemikalien durch die Pflanzen zu verbessern. Nach der Ernte werden die Pflanzen bei hohen Temperaturen ohne Sauerstoff erhitzt, wodurch die PFAS-Verbindungen abgebaut werden.
Dieser Prozess erzeugt auch Biokohle, die als Bodenverbesserer dienen und weitere PFAS binden kann. Die Forscher schätzen, dass diese Methode die Kontamination innerhalb eines Jahrzehnts auf ein sicheres Niveau reduzieren könnte. Deutlich ist, dass dieser Ansatz weitaus kostengünstiger ist als bestehende Sanierungstechnologien für PFAS, die pro Hektar bis zu 1 Million US-Dollar kosten können und für eine breite Anwendung in der Landwirtschaft nicht praktikabel sind.
Ein zusätzlicher Vorteil der Zugabe von Gestein ist die verbesserte Verwitterung von Gestein, ein Prozess, der atmosphärischen Kohlenstoffdioxid bindet. Dies könnte durch den Verkauf von CO2-Zertifikaten zur Finanzierung der Sanierungsbemühungen beitragen. Die Ergebnisse kommen zu einem kritischen Zeitpunkt, da Bundesstaaten wie Maine bereits die Verwendung von Klärschlamm auf Bauernhöfen verboten haben und Landwirte aktiv nach praktikablen Lösungen suchen, um die weit verbreitete Kontamination des Lebensmittelsystems und der öffentlichen Gesundheit zu bekämpfen.